So funktioniert Wissenstransfer wirklich

Shownotes

Barcamp 2026

Am 24.-25.9.2026 planen wir ein Barcamp zum Wissensnavi für Lackierbetriebe. Über den Link könnt' ihr Euch schon jetzt unverbindlich auf die Interessentliste setzen:

Hier geht's zur Interessiertenliste:

Bitte tragt Euch in die Liste ein. Das hilft uns bei der Detailplanung und Vorbereitung des Barcamps. Weitere Infos rund um das geplante Barcamp gibt es in Folge 52

Das Wissensnavi für Lackierbetriebe

Der Podcast zum Thema Wissenstransfer und Wissensmanagement für industrielle Lackier- und Beschichtungsbetriebe.

Am Beispiel der Lackierbranche diskutieren Elena Schüßler-Roggenhofer und Markus Vüllers über das Wissen in den Unternehmen, welches bewahrt werden muss, auch wenn die Wissensträger das Unternehmen verlassen.

Elena, als Expertin für Wissenstransfer und Wissensmanagement und Markus, als Experte für Prozessoptimierung im Bereich industrieller Oberflächentechnik nehmen Euch mit auf die Reise durch die Welt des Wissens.

Anhand praktischer Beispiele werden typische Situationen in Lackier- und Beschichtungsbetrieben beleuchtet und Lösungswege für ein systematisches Wissensmanagement aufgezeigt.

Bringt Euch aktiv mit in die inhaltliche Gestaltung des Podcast ein, indem Ihr uns Eure Fragen und Themenvorschläge schickt.

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Schüßler-Roggenhofer Wissenstransfer

Elena Schüßler-Roggenhofer

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Elena Schüßler-Roggenhofer: Hallo Markus!

Markus Vüllers: Hallo Elena! So jetzt hast du es letzte Woche richtig spannend gemacht. Ich konnte die ganze Woche keinen klaren Gedanken fassen wegen des Grillfängers.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Jetzt sind wir letzte Woche.

Elena Schüßler-Roggenhofer: nein! Der ominöse Cliphanger. Ja, du, worüber haben wir denn letzte Woche gesprochen?

Markus Vüllers: Wir haben über explizites und implizites Wissen gesprochen und wir haben mehrfach betont, wie wichtig das ist, strukturiert an dieses Thema Wissenstransfer anzugehen und zu versuchen, dass implizite Wissen irgendwo in explizites Wissen zu verwandeln. Wir aber erstmal definiert, dass es zwei Arten von Wissen gibt. Das im Kopf und das auf dem Papier.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, so ist das. Und da wollen wir anknüpfen, weil dann habe ich gesagt, mache ich jetzt noch ein Thema auf oder mache ich es nicht mehr auf und dann habe ich es nicht mehr aufgemacht, weil es schon so spät war. Aber heute sprechen wir darüber. Also kurz zur Erinnerung, das explizite Wissen ist das Wissen, was gut dokumentierbar ist. Also es war irgendwann mal implizit im Kopf und dann ist es aber dokumentierbar, in Worte fassbar, aufschreibbar, irgendwie halt nach draußen bringbar. Und das implizite Wissen im Gegensatz dazu ist halt das, was wirklich im Kopf ist und teilweise sogar wahrscheinlich im Kopf bleiben wird, weil es auf Erfahrungswerten basiert. Wir hatten da als Beispiel so ein bisschen das Thema Fahrradfahren auseinandergenommen. Was davon kann man dann alles explizieren, irgendwie nach draußen bringen? und was davon bleibt aber auch einfach in den eigenen Erfahrungen, die ich selber machen muss, bis ich es dann am Ende kann. Und dabei ist mir auch nochmal wichtig aufgefallen, dass wir betonen sollten, wenn wir über Wissenstransfer sprechen, sprechen wir eigentlich gar nie darüber, Wissen zu transferieren. Das ist aber auch Supermeta, da sollten wir echt auch nochmal eine eigene Folge zu machen.

Markus Vüllers: Hm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Nicht mehr heute, aber heute sprechen wir jetzt darüber, dass wenn wir wissen, transferieren wir immer den Weg über die Information gehen. Das heißt, wenn ich Wissen habe über etwas, irgendetwas, muss ich das ja, es an ein Gegenüber, dich Markus zum Beispiel, zu bringen, explizieren. Da haben wir ja ausführlich drüber gesprochen, was das bedeutet. Wenn ich das aber expliziere, hat es ja wiederum nichts mehr mit Erfahrungen zu tun, die du, Markus, ja schon gemacht hast, sondern du hast halt eine Grundlage von mir bekommen, mit Hilfe derer du deine Erfahrungen sammeln kannst, deinen Erfahrungskontext aufbaust und in die Anwendung kommst, also dein eigenes Wissen aufbaust. Das heißt, wir gehen immer diesen Weg über die Information. in irgendeiner Art und Weise. Das kann ganz unterschiedlich sein, wie das aussieht. Also dieses Explizieren von meinem Wissen kann in Form von einem Podcast sein, stell dir mal vor. Und das kann aber auch in Form von einem Training sein, eine Schulung, ich sag mal irgendwie alles, was irgendwie in so einem formellen Rahmen weitergegeben wird. Einen Kurs, einen Selbstlernkurs, also ganz unterschiedliche Sachen. Und dann aber ja auch noch

Markus Vüllers: Mhm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: viele verschiedene andere Sachen. Und ich dachte, da können wir jetzt noch mal in die Praxis schauen, weil was sind denn diese ganzen vielen verschiedenen Sachen, die wir machen können, mit ein paar Praxisbeispielen untermalt, damit ihr, Zuhörende, das vielleicht ja sogar schon anwenden könnt, ohne einen ganz, ganz großen Aufwand zu haben. Ich lag vor, wir nehmen mal eine sehr einfache Methode, Wissen zu explizieren, wenn es noch nirgendwo steht, nämlich eine Checkliste.

Markus Vüllers: Genau und da fehlt es schon an diesem einfachen Thema in ganz vielen zusammenhängen wenn ich so in den betrieben unterwegs bin dass genau diese checkliste eigentlich gar nicht da ist weil jeder sagt habe ich doch in meinem kopf ich weiß doch was ich machen muss und wenn man sich dann mal vorstellen möchte oder besser nicht dass der pilot in einem linienflugzeug das auch mal so gerade nur so macht wie er das in seinem kopf hat dann wäre die sicherheit von einem interkontinentalflug vielleicht nicht vielleicht sondern mit sicherheit eingeschränkt und dann darf man sich die frage stellen warum macht man das denn in den unternehmen anders da ist vielleicht dass die gefahrene etwas geringere aber der sinn einer checkliste ist identisch und

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hmm.

Markus Vüllers: Deswegen ist dieses Fehlen von Checklisten immer eines der ganz großen Defizite, was ich in Lackier- und Beschichtungsbetrieben sehe. Und wenn man dann genau hinschaut, und bei mir ist es ja häufig dann so, dass ich ein, zwei Tage in den Betrieben bin, erlebe dann unterschiedliche Akteure in den unterschiedlichen Schichten und siehe da, dann merkt man als Externer, hoppla, die arbeiten ja unterschiedlich. Schicht 1 mit Person A. Macht das ja ganz anders als Schicht 2 mit Person B.

Elena Schüßler-Roggenhofer: was, ich gehe nochmal wieder rein, ja kein Problem in dem Sinne ist, wenn das Endergebnis dasselbe ist. Wenn das aber nicht der Fall ist, dann haben wir ein Problem.

Markus Vüllers: Genau. Genau.

Markus Vüllers: Genau. Und leider Gottes ist es üblicherweise nicht identisch, weil es kann fachlich und technisch gar nicht identisch sein, wenn dann unterschiedlich gearbeitet wird. Das ist dann so eine vermeintliche Sicherheit, dass das funktioniert. Weil wenn man nämlich Person A und Person B auf diese Auffälligkeit anspricht, dann wundern die sich, weil nämlich Person B von Person A irgendwann mal instruiert wurde.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: Und weil das nicht expliziert wurde in Form einer Checkliste, ist dann irgendein wichtiger Schritt im Laufe der Zeit, als ich die Routine entwickelt habe, weggefallen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hmm.

Markus Vüllers: schon haben wir ein Schlamasse.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, auf jeden Fall. Genau. Und das ist der wichtige Punkt. Also es geht nicht darum, dass wir jemanden einschränken wollen, der Freiheit zu agieren, wie er oder sie möchte im Sinne von die eigene Methode finden oder einen effizienteren Weg oder so. Es geht aber schon darum zu gucken, es muss dasselbe Endergebnis dabei rauskommen. Und wenn das nicht der Fall ist, müssen wir herausfinden, woran hat es gelegen und das dann irgendwie synchronisieren.

Markus Vüllers: Hm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: sodass am Ende immer ein gutes oder dasselbe Endergebnis dabei rauskommt. Und dabei kann eine Checkliste total gut helfen und eine Checkliste kann aber dann auch nur helfen, wenn es jetzt nicht irgendwie so ein kleiner Post-it-Zettel ist, wo ich mir handschriftlich das draufkricke und dann irgendwo hin schmeiße und dann sag so, ja ja, aber habe ich ja aufgeschrieben. Sondern das müsste dann schon auch, wenn es nicht digital gemacht wird, so in analoger Form gemacht werden. dass auch diejenigen, das nutzen sollten und müssten, es auch nutzen können.

Markus Vüllers: Und das interessante dabei ist, ich plauder jetzt so bisschen aus dem Nähkästchen, ohne irgendwelche Kundennamen zu nennen. Das interessante dabei ist ja immer, dass man da wirklich ganz seltsame Stilblüten erlebt in den Betrieben, dass solche Checklisten dann irgendwann erzeugt werden, wenn aber diese Aktion schon gelaufen ist. Viele Betriebe müssen ja aufgrund von irgendwelchen Qualitätsmanagementsystemen sowieso dokumentierte und strukturierte Prozesse abwickeln, wenn ich das dann aber nicht in der richtigen Reihenfolge mache, sondern immer vermeintlich nachträglich irgendwelche Dokumentationen erzeuge, dann ist ja das mögliche Problem, das mögliche Qualitätsproblem vorher schon passiert. Und dann stelle ich immer die Frage, warum macht ihr das denn nicht andersrum? Dann habt ihr nämlich anhand der Checkliste die Möglichkeit, Probleme zu verhindern, Fehlverhalten zu vermeiden.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mmh.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hmm.

Markus Vüllers: wenn es dann sofort in der richtigen Reihenfolge gemacht wird. Und alleine diese einfachen Impulse helfen in vielen Unternehmen einfach mal darüber nachzudenken, sich darüber zu unterhalten, wie denn mit Wissen, wie denn mit Routinen, wie denn mit Informationen strukturiert umgegangen wird.

Elena Schüßler-Roggenhofer: So, Checkliste kann also eine Möglichkeit sein, zu explizieren, nach draußen zu bringen, es aus dem Kopf rauszukriegen und für alle zugänglich zu machen. Ich weiß, Menschen sind eher faul und wenn die dann da hängt, dann wird die irgendwann auch einfach wieder nicht mehr genutzt werden. Das ist etwas, was sich einschleichen wird, vermutlich nicht nur kann, sondern werden wird. Da müssen wir auch ran. Also Wissensarbeit hat auch immer ein bisschen was damit zu tun, zu gucken, wie ist denn der Umgang mit diesen Quellen, die mir dann zur Verfügung gestellt werden. Und natürlich auch ist das aktuell, muss ich das überarbeiten oder ausmüllen oder so, Und da sollten wir auch definitiv nochmal gesondert drüber sprechen. Aber nur der Hinweis, einfach gucken, dass diese Themen auch aktuell bleiben und immer mal wieder auch sehen, wird es überhaupt genutzt und wenn ja, wie wird es genutzt. Und manchmal haben ja die Mitarbeitenden auch selber Ideen, das Ganze zu anders zu gestalten oder zu verbessern, wie sie wieder aktiver dann auch diese Dinge nutzen können. Ich meine, letztlich ist es nur dann relevant, auch wieder, wenn wir zu Problemen kommen zum Beispiel. Aber diese Dinge passieren. Das haben wir schon oft genug gesehen.

Markus Vüllers: sind aber auch so Sachen eine weitere Variante oder eine Alternative. Du hast eben den Podcast angesprochen, in dem man einfach mal erzählt, was man tut. Und wenn man sich dann anhört, was man denn da so erzählt hat, dann kommen einem gewisse Erkenntnisse, wo man dann sagt, okay, da sollte man mal drüber nachdenken, ob das denn so richtig ist. Und besonders cool finde ich das eigentlich immerhin Videos. Jetzt lassen sich Menschen ungern filmen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hm.

Markus Vüllers: Und dann beim Filmen auch noch sprechen, ist dann ja nochmal eine Steigerung, das macht man ja noch ungern. Aber wenn man dann einen Prozess gefilmt hat, zum Beispiel das Anmischen eines Lackes oder das Lackieren eines Bauteiles und sich dann genau diesen Prozess in dem Video anschaut, dann ist das auf der einen Seite das Explizieren des Ablaufes in Form eines Videos. Das heißt, ich habe das Wissen jetzt in einem Video dargestellt. Ich kann aber auch jetzt hergehen und mir mal mit so bisschen außenstehendem Blickwinkel das anschauen, was in dem Video passiert. Und ich habe das schon ganz oft erlebt. Ich frage dann immer, wenn ich mit Kundenprojekten bin, ob ich Fotos und Videos machen darf. Manchmal kommt es tatsächlich vor, dass die Leute dann selber mal gefilmt werden wollen. Und wenn die sich dann das Video anschauen, dann stellen die sich die Frage, wieso mache ich denn das überhaupt? Wieso habe ich denn da immer so einen Schlenker, wenn ich dann irgendwie so eine Ecke lackiere? Das ist doch total überflüssig. Und dadurch erreichen die dann im Selbstlernen schon eine Reflektion ihres Verhaltens. Und wenn sie dann aber jemanden dabei haben, der dieses explizierte Wissen dann zukünftig übertragen bekommt, jemand, dann halt angeleitet wird, dann entstehen da ganz spannende und interessante Konstellationen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ich kenne das auch noch, jetzt mich aus der Lackierbranche. Aber ich weiß noch, wenn ich früher für irgendwelche Vorträge oder Referate geübt habe, dann habe ich mich aufgenommen, zu gucken, wie interagiere ich quasi schon in so einer Probesituation? Wie habe ich meine Hände? Wie stehe ich da? Bin ich gerade? Ist mein Körper irgendwie trotzdem gut beweglich oder sehe ich einfach aus wie so ein steiver Stock da? Und Das hilft ja total viel, auch wenn es super unangenehm ist, sich dann selber anzugucken. Aber es hilft so viel, in diese Selbstreflektion zu kommen und zu sehen, irgendwie, was mache ich denn da für komische Sachen vielleicht auch. Dann kann man lernen und dann irgendwie das vielleicht beim nächsten Mal auch anders machen, Verhalten adaptieren. Aber ja, dafür muss man es halt machen. Und ich finde auch, also die Methodik Video

Markus Vüllers: Genau.

Elena Schüßler-Roggenhofer: als explizierte Wissensform. Super toll, weil ich selber ja auch ganz viel mit YouTube Videos zum Beispiel mache. Irgendwas, wenn ich was im Haushalt nicht kann, ist meine erste Anlaufstelle YouTube, zu gucken, wie es geht. Oder es muss nicht Haushalt sein, kann auch irgendwas anderes sein. Letztens musste ich das Visier von meinem Motorradhelm wechseln. Dann habe ich mir auch angeguckt, wie man das macht, weil die Schraube, also hier das...

Markus Vüllers: Ja.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Das war so fest zugedreht und ich hatte Angst, dass wenn ich zu dolle racke, dass ich es kaputt mache. Aber ich brauchte einfach mehr Kraft. es hat mir halt so viel Sicherheit gegeben, es mir einmal noch mal anzugucken und zu gucken, wie geht's. ja, jetzt habe ich auch die Bestätigung. Okay, dann kann ich das wohl machen. Da wird schon nichts passieren. Und das ist ja irgendwie etwas, wo wir, glaube ich, ganz schön sehen können. Wir als sehende Menschen zumindest. Also das muss man fairerweise auch dazu sagen. Als sehende Menschen ist es natürlich toll, so eine Grundlage zu haben. Das nimmt den Punkt, und da sind wir wieder bei diesem Aspekt, was ist denn überhaupt Wissen, das ist die Information im Erfahrungskontext, das nimmt nicht den Punkt der Erfahrung weg, die muss ich selber machen. Aber es hat mir eine gute Informationsgrundlage gegeben, dann selber ins Handeln zu kommen.

Markus Vüllers: Und ich halte das für so wichtig. Wir sind ja immer noch Anfang des Jahres 2026 und es gibt die ganzen Neujahrsvorsätze und alle möglichen Dinge, die sich auch in den Betrieben vorgenommen werden. Für mich ist ein ganz entscheidendes Thema, was ich auch auch meinen Kunden und Kunden in dem ich erzähle. Macht Experimente, probiert einfach mal was aus. Ich bringe immer das Beispiel. Überlegt euch mal, ob es linksrum die Hallenstütze zu laufen. wirklich der ideale Weg ist oder ist es, wenn man rechts die Stütze läuft, vielleicht doch etwas besser, weil man dann halt irgendwas effizienter gestalten kann, einfach mal die Brille aufsetzen, Dinge neu zu betrachten und Sachen auszuprobieren. Und wenn ich dann so ein Video mache, mir Prozesse anschaue, dann sind die Prozesse Wissenstransfer, Wissen... aus impliziten Wissen explizites Wissen machen, Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung. Die Dinge sind so eng miteinander verwoben und die hängen so eng miteinander zusammen. Das ist ja auch für mich eigentlich der Punkt, warum diese Kooperation von uns beiden so einen Wert hat und so wertvoll ist, dass ich da im letzten Jahr, das sind ja wirklich... Konstellationen, wo ich wirklich sage, Mensch, da bin ich ja richtig euphorisch geworden, was für so ein Ostwestfalen schon ein Gefühlsausbruch ist, der relativ selten vorkommt. Dieser enge Zusammenhang zwischen der sachlichen Prozessoptimierung, der sachlichen Dokumentation, strukturierten Erfassung von Wissen, Dinge zu hinterfragen, Dinge mal neu auszuprobieren, Experimente zu machen, das ist

Elena Schüßler-Roggenhofer: Vielen

Markus Vüllers: den Vorsatz, den muss sich eigentlich jedes Unternehmen für immer wieder im neuen Jahr neu setzen und da hilft eigentlich so ein Jahresstart immer zu sagen und jetzt probieren wir wirklich mal was aus. Und auch wenn die wirtschaftliche Situation in vielen Unternehmen nicht rosig ist momentan, ich kann solche Zeiten ja auch sinnvoll nutzen. Ich kann ja tatsächlich auch wirklich mal Leerlaufzeiten in der Produktion sinnvoll nutzen, Dinge auszuprobieren.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mmh.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: mal was neues zu machen. ganz gezielt vorzugehen und jungen Menschen Erfahrungen sammeln zu lassen. Einfach mal zu sagen, jetzt misch doch mal den Lack nicht optimal an. Lackier mal das Bauteil und dann machst du morgen mal die Versuche im Labor oder nächste Woche, ob die Haftfestigkeit schlechter geworden ist, der Glanzgrad sich verändert hat. Jetzt mach doch einfach mal was falsch, weil dann sind das

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hmm.

Markus Vüllers: wirklich reale, selbergemachte Erfahrungen und dadurch bei euch Wissen auf. Und da kann ich dann solche saure Gurkenzeiten ja auch sinnvoll nutzen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Total plus irgendwie, du hast es jetzt ja nochmal als andere Methodik angesprochen, also wenn wir jetzt nicht davon ausgehen, dass wir alles immer vorgekaut schon irgendwie weitergeben wollen, was jetzt total gemeingesagt war, weil es ist ja sehr hilfreich oftmals. ich meinte im Sinne von, manchmal hilft es ja auch einfach, leeren Raum zu lassen, genau diese Möglichkeit zu bieten, zu experimentieren. Das muss nicht direkt, du hattest es gesagt, auch nicht gleich am Kundenprojekt vielleicht sein. sondern vielleicht erst mal für sich. den Raum zu geben, zu experimentieren, auch so kann natürlich Wissen aufgebaut werden. Dafür brauchen wir jetzt nicht per se erst mal eine Grundlage, sondern wir können auch von uns heraus erst mal probieren, wie es funktionieren kann und es einfach selber auch versuchen, natürlich.

Markus Vüllers: Ich bringe mal ein ganz konkretes Beispiel. Vielleicht hört ja der eine oder andere Verarbeiter von Flüssiglacken dazu. Es gibt so ein ganz einfaches fachliches Thema, wo ich dann immer Probleme sehe oder erlebe, wenn ich in den Betrieben bin. Ich kann einen farbigen Lack mit verschiedenen Werkzeugen mischen und umrühren, damit ich einen Zweikomponentenlack gemischt bekomme. Und dann gibt es halt immer wieder in den Betrieben, weil das fälschlicherweise auch empfohlen wurde. eine Rührscheibe, genommen wird, die eigentlich in die Lackherstellung gehört. Und was macht das, wenn das im Lackierbetrieb gemacht wird? Das kann bei bestimmten Farbtönen dazu führen, dass die Pigmente im Lack noch kleiner gemahlen werden und der Farbton sich verändert. Das sind dann so Dinge, die tauchen im Betrieb eigentlich immer auf. Mensch, wir haben bei dem Rot jetzt auf einmal einen ganz anderen Farbton. Dann wird der Lackhersteller angerufen. Was hast du uns da geliefert? Wieso ist das denn so? Und eigentlich hat der Verarbeiter das selber verursacht. Das sind so typische Experimente, die man einfach mal machen kann, zu sehen, dass diese Rührscheibe, diese Dissolverscheibe nicht geeignet ist, zu mischen von zwei Komponentenlacken, weil sich der Farbton verändert. So und wenn dann jemand kommt oder wenn jetzt ein externer Berater kommt und das erzählt, dann ist das immer die eine Seite. Wenn man das einfach mal selber ausprobiert hat und eigene Erfahrungen gesammelt hat, ohne dass der Kunde eine Reklamation aussprechen muss. dann ist das doch ein riesen Vorteil, wie ich proaktiv halt mit Wissen, Aufbau arbeiten kann im Unternehmen. Experimente.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Das ist super Schlusswort.

Markus Vüllers: Ja.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Und damit verabschieden wir uns für diese Woche. genau, abonniert die Glocke.

Markus Vüllers: Ja, wir sehen uns in der nächsten Woche wieder. Und kommentiert gerne bei den Plattformen, wo wir unterwegs sind. Das tut dem Algorithmus immer gut. Das hilft uns, dass wir die Zuhörerschaft erweitern, noch mehr Abonnenten kriegen, als wir es tatsächlich jetzt schon haben. Und schreibt uns gerne, wenn irgendwelche Wünsche da sind, was wir verändern sollen, auf was wir eingehen sollen. Wir freuen uns über jegliches Feedback. Bis zur nächsten Woche. Ciao.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Bis dann, tschau tschau.

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