So fühlt sich Wissenstransfer an - ein echter Erfahrungsbericht mit echten Kunden

Shownotes

Barcamp 2026

Am 24.-25.9.2026 planen wir ein Barcamp zum Wissensnavi für Lackierbetriebe. Über den Link könnt' ihr Euch schon jetzt unverbindlich auf die Interessentliste setzen:

Hier geht's zur Interessiertenliste:

Bitte tragt Euch in die Liste ein. Das hilft uns bei der Detailplanung und Vorbereitung des Barcamps. Weitere Infos rund um das geplante Barcamp gibt es in Folge 52

Das Wissensnavi für Lackierbetriebe

Der Podcast zum Thema Wissenstransfer und Wissensmanagement für industrielle Lackier- und Beschichtungsbetriebe.

Am Beispiel der Lackierbranche diskutieren Elena Schüßler-Roggenhofer und Markus Vüllers über das Wissen in den Unternehmen, welches bewahrt werden muss, auch wenn die Wissensträger das Unternehmen verlassen.

Elena, als Expertin für Wissenstransfer und Wissensmanagement und Markus, als Experte für Prozessoptimierung im Bereich industrieller Oberflächentechnik nehmen Euch mit auf die Reise durch die Welt des Wissens.

Anhand praktischer Beispiele werden typische Situationen in Lackier- und Beschichtungsbetrieben beleuchtet und Lösungswege für ein systematisches Wissensmanagement aufgezeigt.

Bringt Euch aktiv mit in die inhaltliche Gestaltung des Podcast ein, indem Ihr uns Eure Fragen und Themenvorschläge schickt.

Und nicht vergessen: Abonnieren, Glocke aktivieren, Liken und Teilen…


Schüßler-Roggenhofer Wissenstransfer

Elena Schüßler-Roggenhofer

Solltet Ihr Fragen haben, schreibt gerne eine Mail an:

elena@schuessler-roggenhofer.de

Webseite www.schuessler-roggenhofer.de

LinkedIn LinkedIn-Profil


Markus Vüllers Coaching

Markus Vüllers Melschen Kamp 2 33178 Borchen

Mobil: 0171-3037718

Solltet Ihr Fragen haben, schreibt gerne eine Mail an:

markus@markus-vuellers-coaching.de

Webseite www.markus-vuellers-coaching.de

LINKEDIN LinkedIn-Profil

Kostenloses Kennenlerngespräch:

Vereinbart gerne einen Termin für ein 30-minütiges Kennenlerngespräch über Teams, Zoom oder Telefon:

Termin vereinbaren

Transkript anzeigen

Markus Vüllers: Hallo in die Runde.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hallo!

Carsten Müller: no!

Peter Trummel: Hallo!

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, wie ihr hört, wir sind heute mehrere. Markus und ich haben uns nicht gespalten. Nein, wir sind tatsächlich zu viert. Aber mehr dazu vielleicht gleich. Wir machen ein ganz kurzes Recap, Markus, über was haben wir uns letzte Woche unterhalten?

Markus Vüllers: Diese Wiederholung deutet schon an, über was wir sprechen. In der letzten Woche haben wir über die Lackierbranche in Gänze gesprochen, wie sich nämlich das Thema Wissenstransfer in der Lackierbranche so langsam, aber sicher entwickelt. Und wir haben uns ausgetauscht, wie ist die Lackierbranche in Summe aufgestellt, was das Thema Digitalisierung, was das Thema Fachkräfte angeht, was das Thema Wissen angeht und haben, glaube ich, relativ intensive aber auch intensiv beleuchtetes Bild der Branche gezeichnet. Und damit haben wir eigentlich einen guten Übergang zu heute, weil wir haben heute zwei wichtige Vertreter der Lackierbranche hier bei uns im Podcast zu Gast. Den Carsten Müller und den Peter Trummel von der Firma Sames. Und dazu werden wir gleich ganz viel hören. Herzlich willkommen hierbei.

Peter Trummel: Dankeschön.

Carsten Müller: Vielen Dank. Danke.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, schön, dass ihr da seid, Carsten und Peter. Wir starten vielleicht mit einer ganz kurzen Vorstellungsrunde für alle anderen, die euch noch nicht kennen, euch aber jetzt kennenlernen dürfen. Carsten, magst du den Anfang machen?

Carsten Müller: Aber gerne doch, Elina. Mein Name ist Carsten Müller. Ich verantworte bei der Firma Samis in Erftstadt den Bereich Vertrieb. dort zuständig für die Region Deutschland, Österreich, Schweiz, was den Vertrieb applikationstechnischer Geräte angeht und darüber hinaus den weltweiten Vertrieb für den Bereich der Klebetechnik.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Top! Danke dir! Peter!

Carsten Müller: Sehr gerne.

Peter Trummel: Mein Name ist Peter Trummel, bin Key Account Manager bei der Firma Samis. Zuständig nicht unbedingt für den Lackbereich, sondern eher für die Höherviskosenmaterialien und da eigentlich im gesamten deutschen Raum unterwegs sowohl Automobil, Endkunden, Integratoren wie aber auch Endkunden selbst.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Danke euch. Ja, Markus, jetzt erzähl doch mal, wie wir denn so dazu gekommen sind, dass Peter und Carsten unsere Kunden geworden sind und was dann so alles schiefgelaufen ist.

Markus Vüllers: Ja, also das Projekt, was wir gemeinsam gemacht haben, hat sich ja vor vielen Monaten schon angedeutet und herauskristallisiert. Entstanden ist das, glaube ich, dass Carsten und ich uns in Mannheim getroffen haben und in Mannheim erstmalig darüber gesprochen haben, was ist denn so Wissenstransfer, was macht ihr da? Den Podcast hattest du, glaube ich, zu der Zeit schon das eine oder andere Mal gehört.

Carsten Müller: Gien auch.

Carsten Müller: Richtig.

Markus Vüllers: Und so war unser Gespräch entstanden. Das haben wir dann vertieft. Ja, so ist dann irgendwo ein Projekt entstanden, dass du gesagt hast, wir möchten uns gerne mal mit dem Thema Wissenstransfer für sames Deutschland in einem konkreten Fall unterhalten.

Carsten Müller: Genau so war es. was ich gut fand, ist, in Mannheim haben wir uns eigentlich das erste Mal reell getroffen und ansonsten kannten wir uns virtuell aus dem Podcast und auch über LinkedIn und das war dann ein ganz anderes Ergebnis, sich auch mal persönlich austauschen zu können.

Markus Vüllers: Ja, kann ich bestätigen. Das ist für mich immer ein ganz wichtiger Punkt. Das zeigt eigentlich immer, wie wichtig dann auch diese persönlichen Treffen sind. Da werden wir wahrscheinlich heute auch nochmal darüber diskutieren, wie wichtig es ist, einen solchen Workshop in Präsenz zu machen und nicht online, sondern dass man tatsächlich sich dann auch im Raum trifft und gemeinsam solche Themen diskutiert. Ja, und dann sind wir gestartet, haben uns ein Konzept überlegt, haben gesagt, okay, wir treffen uns dann mal für einen Workshop und du, Carsten, hast den Peter ins Gespräch gebracht.

Carsten Müller: Genau.

Peter Trummel: Altersbedingt wahrscheinlich.

Markus Vüllers: Du warst der Kandidat, der Karsten durch den Kopf schoss, als wir über Wissenstransfer gesprochen haben. Jetzt hast du das Stichwort gerade geliefert. Der Renteneintritt steht bei dir in Zukunft vor der Tür.

Peter Trummel: Zumindest in absehbarer Zeit. Die Münchlichkeit ist auf jeden Fall jetzt noch da. Da passend die Weichen zu stellen für die Nachfolgeregelung bzw. Wissens-Kontakt-Weitergabe. Alles, was dementsprechend für meinen Bereich da eigentlich sinnvoll ist. Und deshalb war das für mich eigentlich auch mal ein interessantes Thema, wo ich selbst vorher eigentlich gar nicht so viel drüber nachgedacht habe.

Markus Vüllers: Ja, dann erzähle ich mal, was geplant war. Und Elena hat das ja eben schon so bisschen angeteasert, dass dann doch das ein oder andere dazwischen gekommen ist. Also geplant ist dann immer, wenn wir einen solchen Workshop machen, wir verabreden uns an einem Ort. Wir waren jetzt in diesem Fall in Paderborn in einem Hotel untergebracht und hatten einen Raum gemietet, in dem wir dann den Tagesworkshop planen wollten. Abends vorher treffen wir uns, gehen gemütlich essen, sprechen schon mal so das ein oder andere Thema. Dann findet der Workshop statt, wo dann über einen Tag verteilt über entsprechende moderierte Interviews die verschiedenen Wissenskategorien abgearbeitet werden. Dann wird die Wissenslandkarte erzeugt für die jeweilige Person und dann gibt es in der Regel ein, zwei Nachsitzungen, wo dann nochmal darüber diskutiert wird, gibt es offene Fragen, gibt es noch irgendwelche Korrekturen, Anmerkungen, Ergänzungen. Ja und dann kann mit der eigentlichen Wissensarbeit begonnen werden. Ja, und dann ist was dazwischen gekommen. Elena.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, dann ging's mir schon gar nicht so gut, leider. Und am Sonntag dachte ich so, ja, Essen gehen tu ich dann lieber nicht, weil nicht, dass ich die anstecke. Ich schlaf jetzt einfach den ganzen Tag und dann wird's schon gehen. Und Montagmorgen wachte ich auf und dachte, oh, 38,6 Fieber. Da mach ich doch mal einen Grippetest. Und der war dann positiv das zweite Mal in dem Jahr, einmal A und einmal B, also beide Influenzars mitgenommen. Womit dann klar war, ja, Markus, du musst das alleine machen. Und ich glaube, was gut war, ist, dass das nicht das erste Mal war, dass wir so Workshops gemacht haben, dass du das schon miterlebt hattest, auch schon mitgestaltet hattest. Insofern ist quasi kein komplett. ein kompletter Sprung ins ganz kalte Wasser war. Es war kein Eisbad. Und dennoch war es natürlich eine Premiere, weil Thema Wissenstransfer ist ja auch für dich, Markus, so ganz alt jetzt dazugekommen, sondern eher noch ein neues Thema, auch wenn du schon einen ganz, ganz großen Wissensschatz hast und auch Methode schon super viel gelernt hast, aber einen ganzen Workshop alleine moderieren. Und dann auch noch eine Wissenslandkarte in irgendeiner Form visualisieren. Das war schon eine Premiere. Und deswegen an der Stelle erstmal natürlich ganz, ganz großes Dankeschön an dich, dass du das gemacht hast. Großes Dankeschön, dass du das gut gemacht hast und wir heute mit unseren Kunden hier sitzen können. Und danke auch an euch, Peter und Carsten, dass ihr das alles so super gemacht habt.

Markus Vüllers: Und dass ihr mich alleine ertragen habt. Das war tatsächlich an dem Sonntag, das war wirklich... Also ich habe schon viele Überraschungen in meinem Berufsleben erlebt, aber ich habe die Nacht nicht so wirklich ruhig und tief geschlafen. Das war schon spannend. Und genau wie Elena sagt, war schön, dass ich vorher schon so einige Veranstaltungen gemeinsam erlebt habe. Das ist ja genau das, was wir eigentlich auch anbieten, die Kombination. Ich bringe die fachliche Seite mit aus dem Thema Lackiertechnik. Elena die methodische Seite. die methodische Seite ist natürlich dann das Thema, was den Tag über begleitet. Und wir haben dann an dem Tag halt eben dann auch die Dinge erlebt, wo dann die Methodik so ein bisschen funktioniert hat. Carsten hat dann geholfen, die billigen Post-its, die ich mit in meinem Koffer hatte, so zu fixieren, dass wir sie lesen konnten. Und die besseren Post-its haben dann anschließend noch funktioniert.

Carsten Müller: Ich habe sie sturmfest gemacht. habe sie sturmfest gemacht. soll Magnete geben. an all die Leute da draußen, denkt bitte dran. Magnete, kleine Magnete retten vieles.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Denn das war vielleicht... sorry, Carsten.

Markus Vüllers: Genau.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Sehr gut.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Das ist erste Learning aus unserem Podcast heute. Ist auch ja anders gewesen als geplant, denn wenn ich das moderiere, mache ich das alles digital. Deswegen war diese analoge Variante natürlich dann irgendwo vielleicht auch doppelt herausfordernd, weil wir das auch gemeinsam so noch nie gemacht hatten. Und trotzdem für dich, Markus, ja irgendwie erst mal die

Markus Vüllers: Hahaha!

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ich weiß auch nicht, wie soll man das sagen, vielleicht natürlichere, intuitivere Art und Weise da jetzt alleine dran zu gehen und deswegen ist ja auch gut, ihr habt das ja auch super schön analog dann dargestellt, mit dem Hinweis, dass Post-its fallen können. Aber genau, ja, es war erstmal analog.

Peter Trummel: Ich hatte aber auch nicht das Gefühl, dass da an dem Tag irgendwas fehlen würde, muss ich sagen. Also das fand ich schon von Markus gut moderiert und gut gefragt und interessant gemacht.

Markus Vüllers: Genau, wir haben da was.

Markus Vüllers: Vielen, vielen Dank. Ja, und was wir dann natürlich als Konsequenz darauf hatten, dass wir nicht beide da waren, wir haben das dann in zwei Etappen gemacht. Das, was ich dann auf die Post-its geschrieben habe, haben wir dann im Nachgang dann noch mal gemeinsam in Form dieser Wissenslandkarte gebracht. Und das ist dann, wenn Eleanor dabei gewesen wäre, wäre das halt quasi online während des Workshops an dem Tag weitestgehend mit entstanden. So und so ist dann am Ende die Wissenslandkarte rausgekommen von Peter. Und über die Erfahrung dieses Tages, da wollen wir heute ein bisschen sprechen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Aber lass uns doch vielleicht einen Schritt kurz zurückgehen und nicht bei dem Tagesworkshop anfangen, sondern Carsten bei dir. Was war denn so der ausschlaggebende Moment für dich bzw. euch oder vielleicht die zentrale Motivation, euch mit dem Thema Wissenstransfer überhaupt intensiver zu beschäftigen?

Carsten Müller: Also für mich ist Wissenstransfer ganz klar auch eine Führungsaufgabe. Also Teammitgliedern, deren Wissen zu konservieren, das Wissen an Nachfolger, Nachfolgerinnen auch weitergeben zu können und das Ganze in einer Form. die auch entsprechend interessant ist, interessant für denjenigen, der das dann liest, aber auch interessant für denjenigen, der weitergibt. Und der konkrete Aufhänger, sich damit zu beschäftigen, neben dem Thema Altersstruktur in meinem Team, war eigentlich Folgendes. Es gab einen Besucher auf der letzten Paint Expo vor circa zwei Jahren. Wie es der Zufall will, das war im Kontakt von Peter Trummel. Der wollte Peter Trummel sprechen. Der war nicht da, weil er kurz unterwegs war. Da habe ich mit dem gesprochen. Dann sind wir so ins Gespräch gekommen und dann erzählte er so von seiner Berufserfahrung und so weiter. Und er sagte, ich möchte mich eigentlich nur verabschieden. Dann sagte ich, wie meinen Sie das denn? Ja, ich werde in drei Wochen in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Und ab nächste Woche Montag sitze ich dann zwei Wochen bei mir im Büro in der Firma und ich werde dann mal einige Aktenordner vollschreiben. Das wollte zumindest sein Chef. Und da hat es dann bei mir Klick gemacht und ich habe gesagt, also keines meiner Teammitglieder wird Aktenordner vollschreiben. Du musst nach einer Lösung suchen. wie du dieses Wissen konservierst und auch die Leute dazu animierst, dieses Wissen entsprechend weiterzugeben. Und das hat mich dann ziemlich lange beschäftigt. Ja, und dann kam irgendwie dann der Markus mal ins Spiel über LinkedIn beziehungsweise über den persönlichen Austausch. Und da dachte ich mir, das ist die richtige Gelegenheit, das Ding anzugehen.

Carsten Müller: Ich hatte mit Peter darüber gesprochen, er sich so was vorstellen könnte, auch mal einen neuen Weg zu gehen und nicht den herkömmlichen. Also sprich, da gibt es dann irgendwelche alten Kataloge, gibt es dann schöne Computerdateien, beziehungsweise schau doch mal in irgendein CRM oder in ein paar Excel-Files und so weiter und so fort. Das hat mich sehr gefreut, dass er sehr offen war für diese Aktion. Ich weiß nicht, Peter, wie du es empfunden hast.

Peter Trummel: Nein, war für mich eigentlich, wie gesagt, bin da völlig unvorbereitet da auch in den Tag reingekommen und hatte da eigentlich auch recht wenig Vorstellungen, trotz intensiven Überlegen, wie das überhaupt so ablaufen könnte. Und ich muss sagen, einmal, was mich persönlich da eigentlich auch so ein bisschen gefreut hat, das war eigentlich auch das Kennenlernen mit Markus und der das dementsprechend eigentlich durch seine Fachkenntnisse, dass er eben dementsprechend richtig tief in der Branche verwurzelt ist, da er eigentlich auch gezielt schon ganz andere Fragen stellt, wie jemand, wirklich da, ich sag mal, das theoretisch sich darum kümmert, das bisschen weiterzugeben. Ich mein, da ist der Unterschied, dass Markus weiß, wovon er redet und wo nachher er fragen muss. Und das war für mich, wie gesagt, so manche Sachen. wurden da schon recht tief aus dem Boden dann wieder ausgegraben, die ich schon längst irgendwo beiseite geschoben habe. Und das fand ich für mich eigentlich auch sehr interessant.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: Was war für dich? Also ich fand den Tag, also eine Anmerkung meiner Seite, der Tag wird natürlich dadurch einfach gestaltet, dass du, jemand bist, der sich auf solche Themen auch sehr offen einlässt. Von Minute eins bis zum letzten Tag. Ich kann mir vorstellen, dass du an dem Abend auch angestrengt warst. Das ist, wenn man so der der Alleinunterhalter ist an der Stelle und den ganzen Tag erzählen darf.

Peter Trummel: schon.

Markus Vüllers: Alle anderen schreiben dann so bisschen mit und stellen nur Fragen. Das ist schon anstrengend.

Peter Trummel: Das ist richtig. Das ist richtig. Aber wie gesagt, viele Themen, die wir da auch angesprochen haben, das war ja teilweise nicht unbedingt nur einseitig von meiner Seite, sondern dementsprechend durch die Rückfragen, durch die Diskussionen, die aufkamen, war das für mich dann eigentlich auch einfacher, als wenn ich da jetzt jemand vor mir sitzen hätte, der von mir dann dementsprechend erwartet, rein die Informationen abzugreifen, ohne... detailmäßig da überhaupt irgendwo was hinterfragen zu können. Das fand ich dann in der Richtung schon, war zwar anstrengend, auf der anderen Seite aber auch, muss ich sagen, in vielen Bereichen mal wieder interessant, in alten Schubladen zu wühlen.

Markus Vüllers: finde ihn gutes Bild. In alten Schubladenhöhen ist gut.

Elena Schüßler-Roggenhofer: GUT!

Peter Trummel: Ja, gesagt, sind 40 Jahre, man in dem Bereich da unterwegs ist. meine, nicht nur im Vertriebs-Außendienst, aber mittlerweile auch schon fast 30 Jahre. Und das sind natürlich dann dementsprechend schon Sachen über die Firmen, wo man gewesen ist, über die Kunden, wo man mit zu tun hat. Dann ist natürlich dann schon mehr als das halbe Leben.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Jetzt hast du Peter ja... Ne, sag!

Elena Schüßler-Roggenhofer: Genau, Peter, du hattest jetzt auch gesagt, du hattest ja so erstmal keine Erwartungen groß an den Tag. Du hattest auch gesagt im Vorgespräch, du hattest ja auch so gar keine Vorstellung, wie das dann aussehen könnte. Auch wenn du dir überlegt hast, wie kann jetzt so ein strukturierter Wissenstransferprozess aussehen, waren deine Vorstellungen ja eher wahrscheinlich blank.

Peter Trummel: Ja.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Wenn du jetzt so siehst, ihr habt euch viel fachlich auch unterhalten, es sind Post-its auf einem Hintergrund entstanden und am Ende hast du eine Wissenslandkarte in der Hand gehabt, die dich sehr beeindruckt hat, das ist sehr schön. Genau, aber wie haben sich so deine Vorstellungen im Verlauf des Prozesses entwickelt?

Peter Trummel: Wünscht es.

Peter Trummel: die mich sehr beeindruckt hat.

Peter Trummel: entwickelt in der Richtung, dadurch dass ich eigentlich ohne große Erwartungen eigentlich in den Working Tag da eigentlich reingegangen bin, muss ich sagen, war es eigentlich von, weiß nicht, Minute zwei, wo man da eigentlich so das Gefühl hatte, da werden gezielt richtige Fragen gestellt, da wird teilweise gebohrt und nachgefragt und auch mit dem nötigen Fachwissen. Gut, glaube, ergänzungsmäßig, wenn du noch mit dabei gewesen wärst persönlich, du hättest das Theoretische wahrscheinlich noch ein bisschen mehr rausgekitzelt. Aber ich muss sagen, trotzdem, dass Markus da alleine war, ich sagen. da hab ich nicht irgendwo das Gefühl gehabt, dass da irgendwo wirklich was gefehlt hat. wie gesagt, ich nehm auch eure super aufgebaute Wissenslandkarte da dementsprechend eigentlich so in Bereiche da eigentlich mit. wo ich vorher mir eigentlich recht wenig Gedanken gemacht habe, was man eigentlich so jetzt anhand des Punkten nehmen kann, wirklich da wieder Sachen auszugraben und weiterzugeben, die vielleicht vorher nicht so abschaumbar

Elena Schüßler-Roggenhofer: Carsten, jetzt bist du ja in dem Fall quasi der Auftraggeber gewesen. Du hast das Ganze in die Wege geleitet und den Peter ausgesucht. vielleicht magst du auch noch mal sagen, was waren so deine Erwartungen oder vielleicht auch Bedenken, die du hattest? Und wie hat sich das im Verlauf dieses Wissenstransferprozesses jetzt entwickelt?

Carsten Müller: Ich fand das Thema mit den Fragen einfach spannend. Markus ist da erst mal ganz langsam eingestiegen und dann immer mehr in die Tiefe gegangen. Und natürlich ist das immer spannend, wenn von der Hierarchie Chef und Mitarbeiter da in einem Raum sind und so weiter. Aber da hatten wir eigentlich nie Berührungspunkte. Markus hatte das auch von vornherein geklärt. Und ich habe mich da im Hintergrund auch gehalten. Was ich sehr interessant fand, ist, wie dann auch noch mal im Tagesgeschäft gearbeitet wird. Ich wiederhole mich da gerne. Wissen ist mehr als ein CRM oder irgendwelche Microsoft Tools. Wir haben ja wirklich rausgearbeitet, was denn der Kern von Peters Arbeit ist. Dann auch für mich interessant zu sehen, welches Profil, berufliche Profil Peter hat. wo hat er sich eigentlich diese ganzen Sachen angeeignet, wie hat er sich angeeignet und dann überlegt man dann auch selbst und hinterfragt, wie hast du dir das denn alles angearbeitet? Der Markus hatte mich angeregt auch mal eine eigene Landkarte zu machen. Das habe ich auch getan und Man sieht gar nicht, wie schnell sich dann Sachen auf einmal füllen, was alles in welcher Zeit gewesen ist. wie der Peter das vorhin auch sagte, geht dein berufliches Leben noch mal komplett durch den Kopf. was ist wie, wo, wann gewesen, aber auch wie hast du damals gearbeitet? Mit welcher Technik, mit welchen technischen Mitteln? Wie arbeitest du heute? Und vor allen Dingen wie wird wirklich reell mit Mitteln gearbeitet und dass man also auch dann schauen muss. Es passiert nach wie vor sehr viel und das meine ich nicht negativ hinter den Kulissen und gerade das ist das interessante, was dann durch so eine Wissenslandkarte und durch solche Interviews dann herausgearbeitet wird. Und noch ein Kommentar dazu. Ich fand dieses Interview sehr, sehr

Carsten Müller: Interessant, ich nenne es mal human, da wird keiner wirklich ausgequetscht. Da werden keine Psychotricks angewandt und so weiter. Das hat mich sehr beeindruckt und dann auch was letztendlich ausgekommen ist. Und ich fand auch gut Peters Rückmeldung zu dieser Landkarte. Ich durfte ja noch ein Bild dazu beitragen, wo Peter mit einem langjährigen Weggefährten bei einem großen Kunden von uns aus dem Automobilbereich gerade so eine größere Anlage in Betrieb nimmt. Und das fand ich halt einfach nur beeindruckend.

Markus Vüllers: Vielleicht von meiner Seite noch mal so ein, zwei Dinge. Wir sind jetzt relativ schnell zu der Wissenslandkarte gekommen. Zwei, drei Anmerkungen, die von meiner Seite her wichtig sind. Als dann an dem Tag, also ich habe jetzt ja einige von den Interviews mitbekommen, wie Elena die führt. Das erste Interview, wo ich Elena live erlebt habe, da waren wir gemeinsam bei Besser lackieren in Hannover. Hatten dann die ganze Redaktion uns herum sitzen. Und dann kamen dann die Fragen, ja, was ist denn das überhaupt? Und dann sagt Elena so ganz spontan, jetzt machen wir mal folgendes Spiel. Markus ist derjenige, der sein Wissen abgibt und ich führe mal so ein Interview. Dann hat Elena mich in Hannover interviewt und ich habe dann erlebt, wie das funktioniert. Und sie hat das dann so multitaskingmäßig gemacht. hat interviewt, geschrieben und weitergemalt. Hat mich da ziemlich beeindruckt. Und so war das in den Workshops, wenn wir dann gemeinsam auftreten, auch. Und ich habe ja dadurch schon unheimlich viel von ihr gelernt. Und Die Fragen, die ich gestellt habe, das sind ja letztendlich Elenas Fragen. Das heißt der Input, das war dann so dieses Power Briefing, was ich dann von ihr gleichzeitig mit der Meldung bekommen habe, ich bin morgen nicht dabei. So funktioniert das. Das ist ja das Hilfreiche, dann sich durch diese Kategorien, durch diese sieben Wissenskategorien durchzulavieren. Punkt Nummer eins. Punkt Nummer zwei. Und das hat mich tatsächlich jetzt in diesem Projekt, weil das das erste Mal so war, dass wir diesen Zwischenstep hatten und jetzt aus dem, was ich auf die Zettelchen geschrieben habe, eine Wissenslandkarte machen mussten. Jetzt hat Elena den Tag nicht erlebt. Dass die Diskussion die Herleitung nicht erlebt und der fachliche Input von dem Tag fehlte. Elena Schapo von der Seite nochmal. Ich habe dir das schon mal gesagt. Wie du dann aus diesen kleinen Zettelchen gesagt hast, was wir wohin sortieren, wie wir das dann tun. Ich habe dann wirklich nur staunend vorm Bildschirm gesessen, habe mir angeguckt, wie diese einzelnen Bubbles da beim X-Mind von rechts nach links flitzen in die verschiedenen Kategorien. Und das Ergebnis, was dann daraus entstanden ist, Peter, das war dann die fertige Wissenslandkarte. Und ich glaube auch, das ist natürlich bei jemandem wie du es bist sehr beeindruckend, was in der gesamten Berufslaufbahn zustande kommt. Auch die Vielschichtigkeit.

Markus Vüllers: Das dann aber mal auf einem A0 Plot zu sehen in der sieben Kategorie, das ist schon cool.

Peter Trummel: G'nacht! Ja, definitiv.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Carsten, hattest jetzt gerade noch gesagt, die Art des Interviews, du hast es als sehr human empfunden, nicht als dass wir jetzt oder Markus in dem Fall Peter ausquetschen wollten, wie so eine Zitrone, wo das Wissen jetzt noch rauskommen soll. Peter, wie hast du das denn empfunden beziehungsweise hat jetzt dieser Wissenstransferprozess auch für dich eine gewisse Wertschätzung für die Arbeit der letzten 40 Jahre mit inne gehabt?

Carsten Müller: Genau.

Peter Trummel: Also da wurden wie gesagt einige Sachen wieder ans Tageslicht zurückgeholt, was man schon lange verdrängt hatte. Und ich muss ehrlich sagen, Sachen, was man so als alltäglich normal hin nimmt, auch so mit den Kontakten und auch über Jahre die... Produktkenntnisse. Das ist einem vielleicht jetzt durch den Tag oder durch das Gespräch eigentlich noch mal bewusster geworden. ich glaube auch für so eine Informationsweitergabe oder für die Nachfolgeregelung, da schaut man sich so manche Sachen doch schon etwas anders an und setzt die Prioritäten vielleicht auch noch ein bisschen anders. Also angefangen über Produkte, über Kundenkontakte. Die ganzen Sachen, wo man eigentlich so tagtäglich mit zu tun hat, die bewertungsmäßig, glaube ich, irgendwo so unter den Schirm fallen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Und da steckt ja ganz oft einfach wirklich auch das wichtige und tiefe Erfahrungswissen drin, weil das ist ja das, was man tagtäglich macht, wo man dann gar nicht so auf dem Schirm hat, dass man das eigentlich weiß. Also das geht so in die Richtung, wenn ich dich frage, weißt du eigentlich, was du weißt, dann sind die Sachen, die wir aus Routine, aus Intuition und einfach immer machen, nicht die ersten, die einem einfallen, sondern es sind wahrscheinlich eher die, die so einmal im Jahr vielleicht vorkommen und so ein bisschen oder Projekte, die einmalig waren. Das sind dann die Sachen, an die man sich erinnert. Aber das, worauf es ankommt. Und letztlich, wir haben auch immer ganz oft im Podcast die Diskussion, Wissensarbeit ist Arbeit. Und trotzdem gibt es ja das Tagesgeschäft. Und das Tagesgeschäft ist natürlich super wichtig. Aber im Tagesgeschäft liegt ja so viel Erfahrungswissen, was wir dann gar nicht bedenken. Und genau das sollte natürlich auch weitergegeben werden.

Peter Trummel: Ja.

Peter Trummel: Das ist meines Erachtens sogar das Wichtigste. Das ist mir, glaube ich, auch an dem Tag erstmal wieder doch sehr viel bewusster geworden.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Jetzt haben wir hinterher dann ja auch noch ein bisschen nachbereitet. Also wir haben die Wissenslandkarte angeschaut und hatten dann auch nochmal ein Gespräch, wo wir euch dann ein paar Hilfsmittel mit auf den Weg gegeben haben, wie ihr denn jetzt auch starten könnt, weil mit der Wissenslandkarte an sich, das ist ein tolles Instrument, was jeder machen kann. Das ist ja auch toolunabhängig, etc. Man muss es halt methodisch können oder nachmachen können. Ansonsten kann das ja wirklich jeder nachmachen. Worauf es dann ja ankommt, wirklich die strukturierte Weitergabe des Wissens oder aber auch die Dokumentation dessens. Und da gehen Markus und ich ja auch komplett tool-ungebunden ran. Das heißt, wir richten uns da nach den Gegebenheiten der Kundin und mit welchen Gegebenheiten die halt auf uns zukommen. Jetzt wussten wir von dir, Carsten, wir befinden uns irgendwie in der Office 365 Welt. Da kann man natürlich schon mal weiter denken, was kann man denn da machen? Und ihr habt auch erste Hinweise schon bekommen für die Umsetzung. Magst du, Kirsten, da noch mal bisschen was zu sagen, wie ihr da jetzt mit weitermacht?

Carsten Müller: Was ich schon mal spannend fand an dem ganzen Projekt ist, dass es hier nicht ein Tool gilt. Also ein Tool, was ich jetzt noch extra erwerben muss und so weiter, sondern ich kann eine Umgebung wie Microsoft Teams auch dafür nutzen, Wissen entsprechend zu speichern. Und damit wir nicht eine digitale Aktenwand aufbauen, die wiederum nur aus PDFs und Papier besteht, Hab da uns verschiedene Möglichkeiten gezeigt. Das geht bis in Details wie mit welchen Systemen arbeite ich, wie ziehe ich mir Daten aus dem eigenen System, also mit welchen Screenshots, mit welchen Bedienmöglichkeiten komme ich eigentlich an mein jeweiliges Fachwissen und wie finde ich auch eine gute Mischung aus dem Thema Daten, vorhanden sind, in Form von PDFs oder wie auch immer, digitalisierten Katalogen, die man vor einigen Jahrzehnten noch hatten, bis hin zu Videos, die ich mit einbinden kann, wo Produkte erklärt werden, Produkte auch wie sie repariert werden, Produkte in der Form auch, wo sind denn die wesentlichen Merkmale von Produkten, die vertriebstechnisch relevant sind. die aber auch in der technischen Erklärung unabdingbar sind, eine Rolle zu übernehmen, die der Peter im Augenblick bei uns im Hause innehat. Also es ist wirklich ein sehr vielseitiges Thema und es ist nicht ein Thema, da wird dann wieder in einer anderen Art und Weise irgendetwas digitalisiert. Digitalisierung ist nur eine Facette in dem ganzen Thema.

Markus Vüllers: Halt ich auch für ein ganz wichtiges Thema. war jetzt vor einigen Tagen oder einigen Wochen in Dresden, auch gestern Abend noch bei einer Veranstaltung vom BVMW, wo dann auch immer wieder die Frage gestellt wird, was für eine Software muss ich denn kaufen, wenn ich Wissenstransfer machen möchte? Und das ist ein Thema, Elena und ich haben das im Podcast jetzt, glaube ich, schon mindestens dreimal intensiv diskutiert. Es geht dann nicht darum, eine Software zu kaufen. sondern es geht darum, den entsprechenden Menschen in einem Unternehmen darüber zu sprechen, was ist das transferrelevante Wissen. Dann in das Unternehmen das Mindset reinzubringen, das ist ein Bestandteil, mit dem wir uns tagtäglich beschäftigen müssen. Das ist kein Projekt, was mit Tag A beginnt und dann irgendwann mit Tag Z zu Ende ist. Und dann können wir uns alle wieder hinlegen. Das ist ein dauerhafter Prozess. ihr seid ja, Gassen, wie du das vorhin geschildert hast, wie du auf diese Idee gekommen bist, ihr seid ja eigentlich prädestiniert als jemand, der jetzt auch hier im Podcast diesen Fall schildert, weil ihr eigentlich die Idealkonstellation seid, frühzeitig über so Thema nachzudenken und nicht zu wollen, dass zwei Wochen vorm Renteneintritt gesagt wird, jetzt schreib mal eben auf, was du alles weißt.

Carsten Müller: Exakt.

Markus Vüllers: Ja, und da ist das Thema Software immer die Frage, als erstes gestellt wird. Und meine Antwort ist dann eben immer, ne, wir wollen keine Software. Wir wollen auch nicht über KI sprechen, nicht weil wir das nicht können oder nicht für sinnvoll erachten, sondern weil es erst mal darum geht, mit den Menschen zusammenzuarbeiten und deswegen auch das Stück Papier. Wir haben da lange darüber diskutiert. Plotten wir jetzt so eine Wissenslandkarte aus. Aber ich glaube, Peter Da gibt's gerne mal deine offene Meinung hinter dazu. Wir sind eine Generation, die gerne auch noch mal so ein Stück Papier an die Wand hängt.

Peter Trummel: Definitiv. So sieht mein Büro zu Hause bzw. auch in der Firma aus.

Markus Vüllers: Ja, und da passt so eine Wissenslandkarte hin, die ist ja klein,

Peter Trummel: Die ist klein und handig, ja?

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hehehehehe Ja, schön. kurz vielleicht noch als Ergänzung zum Thema KI. KI ist ja auch schön und gut zur Unterstützung. Da wollen Markus und ich ja uns auch gar nicht gegen wehren oder das kaputt reden. Das ist Quatsch. Aber auch eine KI muss mit Information und Wissen gefüttert werden. Und das ist nun mal in den Menschen. Das heißt, wir müssen trotzdem ja immer am Schritt vorher anfangen, nämlich überhaupt erst mal das Wissen rauszukriegen. Und dann kann eine KI unterstützen, indem sie zum Beispiel Nachschlagworte auch suchen kann oder Antworten geben kann hinterher. Aber das ist definitiv nicht der erste Schritt, man gehen sollte, wenn man sich diesem ganzen Thema Wissen-Transfer widmet. Denn wie Marco schon richtig gesagt hat, erst mal müssen wir überhaupt an dem Mindset arbeiten. Wegkommen von einer Mentalität Wissen es macht hin zu einer Mentalität von Wissen teilen es macht. Und dann müssen wir sowohl ja es auch bereitwillig teilen wollen, als auch dürfen, als auch können und es dann auch noch machen. Das sind ja mal die vier Grundvoraussetzungen, die wir mitgeben. Und da sehen wir beide, Markus hoffentlich, du auch, KI nicht an erster Stelle, sondern wirklich erst mal in der Mensch-Mensch-Arbeit. Und das ist auch wichtig, weil auch da, ich komme noch mal auf das wunderschöne Wort von dir, Carsten, zurück, human.

Markus Vüllers: Absolut,

Elena Schüßler-Roggenhofer: haben wir nämlich einfach eine gewisse Wertschätzung auf menschlicher Ebene, dass sich zwei Menschen die Zeit nehmen, der wissensgebenden Person den Tag so zu gestalten, dass diese auch einfach im Mittelpunkt steht und nicht vor einem Computer sitzt und in eine KI irgendwelche Informationsstichworte hämmert.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Okay. Ende, scheinbar.

Markus Vüllers: He!

Peter Trummel: Nee, da hast du schon recht. Nur ich glaube, es wird wahrscheinlich in vielen Firmen oder bei einigen Personen wahrscheinlich auch genauso sein, die überhaupt kein Interesse haben, ihr Wissen weiterzugeben oder weitergeben zu wollen. Und teilweise, wie gesagt, von den Personen, die es eigentlich weitergeben sollten, teilweise auch von den Firmen, dass da nicht unbedingt drauf geachtet wird oder darüber gesprochen wird. Also ich glaube, das ist recht vielfältig, wo es auch scheitern kann.

Markus Vüllers: Was wäre für dich denn, würde mich deine Meinung interessieren. Was kann man denn tun, solche Personen zu motivieren? Ihr wissen weiterzugeben. Oder ist der Hopfen und Malz verloren?

Peter Trummel: Es wird bestimmt einige geben, wo Hopfen und Malz verloren ist. Gar keine Frage. Aber ich glaube, dementsprechend, wenn, weiß ich nicht, für die Nachfolgeregelung irgendwelche Personen ins Spiel gebracht werden. Also ich zum Beispiel könnte mir schon sehr gut vorstellen, dass man oder dadurch motiviert wird, wenn da wirklich Interesse da ist, jemand mit, der bei dir mit über den Tellerrand guckt und da die Sache mitmacht und ich glaube da kann man Leute auch schon durch mit motivieren.

Markus Vüllers: Ja, gibt es noch Themen, die wir anmerken wollen?

Carsten Müller: Ich denke, hat sehr gut rausgearbeitet gerade noch mal. Also die KI, das Tool ist nicht das Thema. Das Thema ist der Prozess, Wissenstransferprozess, wie eigentlich überall. Ich muss gucken, welchen Prozess habe ich und dann kann ich mich irgendwann unterhalten darüber, wie und ob ich sowas digitalisiere. Und klar. Mit so etwas wie dem Wissenstransferprozess versuche ich dann auch, du hattest ja vorhin gesagt, Markus, Wissen es macht, Silos aufzubrechen. Und mit so einem Prozess kommt also wirklich dann auch Silo-Wissen, sag mal, das Malgut im Silo kommt dann auch ans Tageslicht. Und das ist halt interessant, wobei wir bei Peter, oder du bei Peter glaube ich, kein Silofon vorgefunden hast, sondern das war von Anfang an wirklich sehr, offen und gut entsprechend gestaltet. Also das bildet ein rundes Bild ab und ich denke, du, weil du fragtest, wie kriege ich denn oder wie kann ich den Leuten davon überzeugen, Wissen zu teilen? Ich glaube, da geht es die Rahmenbedingungen, so wie Peter es auch sagte, da muss Interesse auch sein von jemandem, der das Wissen dann aufnimmt, ein Nachfolger, Nachfolgerin. Und das Ganze muss auch so gestaltet werden, dass man auch bereit ist, sich zu öffnen und sein Wissen auch entsprechend zu teilen und weiterzugeben. Da sind mehrere Komponenten, da ineinander spielen. Und das hast du in dem Workshop oder hier dann auch gut rausgebracht und für einen guten Ergebnis geführt, aus meiner Sicht.

Markus Vüllers: Vielen Dank. Ja, Elena, haben wir noch irgendwas auf unserem Zettel stehen, was wir noch fragen wollen? Dann würde ich ein Thema nochmal betonen, weil das ist für uns beide was wirklich Besonderes. Also ihr seid tatsächlich der erste Kunde, der auch bereit ist, offen über ein solches Thema zu sprechen. Das zeigt für uns eigentlich schon mal, welches Mindset bei euch in Persona, aber auch bei euch im Unternehmen vorherrscht. Solche Dinge danach offen

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ich glaube.

Markus Vüllers: zu diskutieren und zur Verfügung zu stellen und zur Verfügung zu stehen, einem Podcast offen darüber zu reden. Das ist von unserer Seite her wirklich ein Thema, wofür wir sehr, sehr dankbar sind, was uns sehr, sehr freut und was euch tatsächlich auszeichnet und von vielen anderen Protagonisten in der Lackierbranche abhebt.

Carsten Müller: Vielen Dank.

Markus Vüllers: Elena du hast das Schluss vor.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Gut, ich habe das Schlusswort. Alles klar. Ja, auch von meiner Seite aus natürlich ganz, ganz herzlichen Dank. Danke auch, dass ihr euch schon auf teilweise Fragen vorbereitet habt, dass ihr jetzt so spontan auch reagiert habt und wir wirklich ein tolles Gespräch führen durften mit euch. Das ist sehr, sehr schön für uns und für diesen Podcast eine große Bereicherung. Also lieben Dank an dieser Stelle an euch beide und natürlich auch an dich, Markus. Und damit bleibt uns auch gar nichts anderes mehr zu sagen, außer abonniert die Glocke. Und beim nächsten Mal gibt's ein neues Thema.

Markus Vüllers: Bis dahin, ciao ciao!

Elena Schüßler-Roggenhofer: Bis dann, danke, ciao ciao!

Carsten Müller: Tschüss!

Peter Trummel: Bruce.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.