Wissenslandkarte: Das geheime Navigationssystem für Betriebe

Shownotes

Barcamp 2026

Am 24.-25.9.2026 planen wir ein Barcamp zum Wissensnavi für Lackierbetriebe. Über den Link könnt' ihr Euch schon jetzt unverbindlich auf die Interessentliste setzen:

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Bitte tragt Euch in die Liste ein. Das hilft uns bei der Detailplanung und Vorbereitung des Barcamps. Weitere Infos rund um das geplante Barcamp gibt es in Folge 52

Das Wissensnavi für Lackierbetriebe

Der Podcast zum Thema Wissenstransfer und Wissensmanagement für industrielle Lackier- und Beschichtungsbetriebe.

Am Beispiel der Lackierbranche diskutieren Elena Schüßler-Roggenhofer und Markus Vüllers über das Wissen in den Unternehmen, welches bewahrt werden muss, auch wenn die Wissensträger das Unternehmen verlassen.

Elena, als Expertin für Wissenstransfer und Wissensmanagement und Markus, als Experte für Prozessoptimierung im Bereich industrieller Oberflächentechnik nehmen Euch mit auf die Reise durch die Welt des Wissens.

Anhand praktischer Beispiele werden typische Situationen in Lackier- und Beschichtungsbetrieben beleuchtet und Lösungswege für ein systematisches Wissensmanagement aufgezeigt.

Bringt Euch aktiv mit in die inhaltliche Gestaltung des Podcast ein, indem Ihr uns Eure Fragen und Themenvorschläge schickt.

Und nicht vergessen: Abonnieren, Glocke aktivieren, Liken und Teilen…


Schüßler-Roggenhofer Wissenstransfer

Elena Schüßler-Roggenhofer

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Markus Vüllers: Hallo Elena!

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hallo Markus!

Markus Vüllers: Ja, wir arbeiten an unserer Einleitung und ich habe tatsächlich mir was überlegt. Wie wir unsere Einleitung professionell machen können und zwar muss ich dazu sagen, das ist die Überraschung. Genau, das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Also ich gebe da jetzt mal ein Dankeschön weiter an den Impuls, den ich von Marina Zajac und Thomas Herzberger

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mh!

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ist es die Überraschung? jetzt bin ich ganz gespannt.

Markus Vüllers: mir abgeholt habe, deren Podcast ich gehört habe. Und die machen eine relativ coole Sache. Und ich habe mir gedacht, so etwas in der Art könnten wir auch machen. Und da du das noch nicht weißt, stelle ich dir das jetzt vor. Die sprechen nämlich immer über die Perle der Woche. Das heißt, dass jeder kurz einmal sagt, was denn so seine Perle, seine Wissensperle in unserem Fall der Woche war. Und da du das nicht vorher wusstest und jetzt sehr überrascht guckst und sehr angestrengt nachdenkst, wäre meine Frage, fällt dir auf Anhieb eine Perle der Woche ein? Eine Wissensperle der Woche?

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ne Wissensperle.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Nee, du hast dich ja vorbereitet. Du kannst deine teilen. In der Zeit habe ich noch drei Sekunden Zeit nachzudenken.

Markus Vüllers: Ich habe mich tatsächlich nicht vorbereitet. Es wäre naheliegend, dass ich jetzt schon eine Wissensperle mir überlegt hätte. Aber ich habe tatsächlich, ich hätte tatsächlich eine. Also meine Wissensperle der Woche war der Besuch in der Smart Factory in Lemgo. Beim IPA beziehungsweise auf dem Campus in Lemgo eine aufgebaute, smarte Fabrik. Und ich war dort im

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hahaha

Elena Schüßler-Roggenhofer: Stark, Markus!

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mmh.

Markus Vüllers: bei der Vorstellung eines Projektabschlusses zum Thema Smart-E Factory. ja, dort habe ich tatsächlich sehr intensiv über Wissen nachgedacht, weil ich sehr viel neues Wissen erworben habe und ich tatsächlich den ersten Vortrag eines Referenten gehört habe, der unsere Wissensdefinition, die wir immer nennen, Wissen ist Information im Erfahrungskontext.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: der die genauso verwendet hat. Nicht weil er unseren Podcast gehört hat, sondern wahrscheinlich weil er die Wissenstreppe kennt. Und das war tatsächlich meine Perle in der letzten Woche, wo ich gesagt habe, hey super, wir sind nicht die einzigen, die mit der Definition rumrennen. Das machen andere auch. Und das gesamte Event war wirklich

Elena Schüßler-Roggenhofer:

Elena Schüßler-Roggenhofer: Cool, spannend, ja freut mich voll. Vor allen Dingen freut mich das mit der Definition, das ist sehr gut.

Markus Vüllers: Jetzt hattest du Zeit,

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ich habe auch schon was rausgefunden. Ja, also meine Wissensperle der Woche, also der letzten Woche, war, ich habe eine Schulung besucht und da ging es ganz viel Produktwissen und zwar Steckverbinder und ich habe es glaube ich schon mal gedroppt, aber ich habe ja bei einem Kabelkonfektionär meine Lehre gemacht. Und im Rahmen der Industriekaufraulehre war ich auch mehrere Monate in dem gewerblichen Bereich, Produktion, Lager und so weiter. Und jetzt ist mir aufgefallen, dass ich ganz viel Wissen von damals noch habe, was aber total vergraben war und ich super glücklich darüber war, irgendwie wie viel Kabelwissen und Steckerwissen noch in mir steckt und was eine Art Endhülse ist und dass man das grimpen muss und und so weiter und ja, das war auf jeden Fall eine richtige Perle für mich.

Markus Vüllers: Ja, können ja drüber nachdenken, ob wir sowas jetzt häufiger machen. Passiert ja viel in unserem Leben und ob wir es dann Wissensperle nennen oder ob wir dem Paten anderen Namen geben. könnt das auch gerne mal in die Kommentare schreiben, ob ihr das gut findet. Und ansonsten kämen wir ja jetzt dann zu unserem Recap des letzten Podcasts. Und ja, wir haben am letzten Mal über Wissenstransfer und den Umgang mit Wissen im Tagesgeschäft gesprochen. Und das war quasi die zweite Folge einer kleinen Serie, weil wir nämlich davor darüber gesprochen haben, dass Wissen eigentlich wie ein Produkt zu behandeln ist. Und im Tagesgeschäft in den Unternehmen werden ja immer wieder Produkte produziert, bunt gemacht oder wie auch immer. Und im Tagesgeschäft hört man dann ganz oft die Aussage, ja dafür mit Wissenstransfer uns zu beschäftigen. Da haben wir keine Zeit für.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: Tagesgeschäft und wir haben beim letzten Mal sehr intensiv mal darüber diskutiert, wie wenig Aufwand eigentlich reichen würde, das ganze Thema auf professionelle Füße zu stellen, dann halt letztendlich sein Wissen, welches in den Köpfen der einzelnen Personen schlummert oder im Unternehmen ist, sauber zu dokumentieren und im Tagesgeschäft da perfekt mitzuarbeiten. Also klare Aufforderung.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hm.

Markus Vüllers: Wer es noch nicht gemacht hat, hört euch die letzte und die vorletzte und die 62 anderen Episoden an, über die wir schon gesprochen haben. heute haben wir dann aber ein ganz anderes Thema.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, denn wir sind schon im April.

Markus Vüllers: Ne, fast. Genau.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Fast. Fast. Im April. Wir sind jetzt am letzten Tag vom März. Und wir haben dieses Jahr noch gar nicht über die Wissenslandkarte gesprochen. Also ja, immer mal vielleicht so reingeschmissen, aber noch gar nicht so ausführlich. Und wir haben wirklich viele neue HörerInnen dazu bekommen. Und das wollen wir nachholen. Dementsprechend wollen wir heute noch mal ein bisschen die Wissenslandkarte beleuchten.

Markus Vüllers: Hm?

Elena Schüßler-Roggenhofer: was das ist und was das so mit sich bringt, welche Herausforderungen vielleicht auch. Und dass es ein einfaches und gutes Tool ist, aber auch nicht die eierlegende Wollmichsau. Genau, da werden wir ein bisschen drüber sprechen. Vielleicht vorab noch kurz, man hört's, ich höre mich ein bisschen anders an. Ich schleppe noch so eine kleine Erkältung mit mir rum, aber wir nutzen die Zeit effizient.

Markus Vüllers: Mhm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: und ich halte meine Redebeiträge effizient und auf dem Punkt, ich nicht ganz so viel reden muss, aber das Wichtigste war rumkommen.

Markus Vüllers: Ich quatsche nicht dazwischen, dass du nicht lauter sprechen musst. Ich versuche dann im Mischen des Podcasts das eine oder andere mit dem Kompressor, so nennt sich das Tool, mit dem Kompressor da noch rauszukitzeln, dass man dich gut anhört.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Haha.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Gut.

Markus Vüllers: Ja, die Wissenslandkarte.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, fangen wir vielleicht wirklich mal kurz damit an. Was ist das überhaupt?

Markus Vüllers: Ich habe das ja auch gelernt. Das ist ein strukturiertes Mindmap.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ja, sehr gut, vorstrukturierte Mindmap finde ich super, hast du gut aufgepasst und verinnerlicht. Ich wollte auch schon gerade sagen, dass...

Markus Vüllers: Und wenn ich dann einen

Markus Vüllers: Und wenn ich einen Business Workshop alleine moderiere, sind das ganz viele kleine Post-it-Zettel, die dann auch die Form eines Mindmaps annehmen, die dann aber danach anschließend digitalisiert werden.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Nee, ist super.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Erstmal war das mehr die Form von einem Rechteck. Ja, genau. Also eine Wissenslandkarte ist eine vorstrukturierte Mindmap und verweist auf Wissen. Was meine ich jetzt damit? Markus, kannst du das in deinen Worten sagen?

Markus Vüllers: Ja, und zwar haben wir ja, wir sind ja glaube ich sehr selten, beziehungsweise wir sind die einzigen, die mit sieben Kategorien arbeiten. Wir strukturieren dieses Mindmap in sieben Wissenskategorien. Und damit man es tatsächlich auch immer nochmal wieder ins Gedächtnis ruft, Wissen als Definition, halt die Kombination aus Informationen und Erfahrungen. Und wenn wir dann so einen Workshop machen, mit einer Person oder einem Unternehmen eine Wissenslandkarte aufzuzeichnen, dann hangeln wir uns in Form eines Interviews durch diese sieben Wissenskategorien und füllen diese Wissenskategorien mit Unterpunkten in der ersten Ebene. Und je nachdem, wie weit wir dann detaillieren, entsteht dann letztendlich dieses große Mindmap, welches man dann sich digital anschauen kann, welches man dann aber auch hervorragend ausplotten kann und sich an die Wand hängen kann, wenn man das möchte. Und dann hat man einen Überblick in Form einer Landkarte in Form von sieben strukturierten Kategorien. Und dort findet man dann sein komplettes Wissen oder zumindest mal die Keywords des Wissens. in den unterschiedlichen Detailierungsgraden wieder.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Genau, und da ist jetzt der ganz große Punkt aus Sicht der Person, die ihr Wissen gibt, ist es quasi die Wissenslandkarte, eine Landkarte, die sich auf das Wissen dieser Person bezieht. Wenn wir aber als andere Personen drauf schauen, also zum Beispiel die Person, die dann das Wissen nehmen wird, WissensnehmerInnen, dann ist das für uns noch kein Wissen, weil wir gar nicht die Erfahrung gemacht haben. Also wenn wir ja sagen, Ich weiß, wir haben jetzt schon zweimal es betont, aber Wissen ist Information plus Erfahrungskontext. Ergo müssen wir das, was da irgendwie geschrieben steht, erstmal in unseren eigenen Erfahrungskontext beten. Dafür müssen wir unsere eigenen Erfahrungen damit machen. Und von einem Stichwort kann ich noch keine eigene Erfahrung machen. In der Regel weiß ich nicht mal, was sich dahinter verbirgt. Das heißt, für die Person, die ihr Wissen gibt, ist das quasi eine Wissenslandkarte. Aber es hat halt ein Ende und zwar da, wo dann nur noch der Verweis, und das meinte ich eingangs mit der Frage, was ist, warum ein Verweis auf das Wissen, wenn da jetzt zum Beispiel steht, Anlage einstellen als einen Wissensaspekt, der noch nicht weitergegeben ist, der nur bei dieser Person quasi im Kopfmonopol des Wissens ist. Dann kann die Person, die das Wissen gegeben hat, super viel damit anfangen, weil die weiß ja, wie man eine Anlage einstellt. Aber die Person, die das Wissen nehmen soll, weiß das vermutlich ja dann noch nicht. Das heißt, wir haben irgendwie die Möglichkeit, das abzubilden, was im Kopf der Person ist, in Stichworten, aber trotzdem fehlt dann immer noch der Schritt des Transfers. Bevor wir aber auf diesen zweiten Schritt des Transfers eingehen, lass uns vielleicht einmal ganz kurz auf die sieben Wissenskategorien gucken. Weil die sind letztlich ja auch dafür da, dass wir das organisationale bzw. das Wissen abbilden, was die Tätigkeit B und O umschreibt, nicht nur im Jetzt auf die Person bezogen, sondern auch in der Vergangenheit. Das ist ja auch der große Unterschied, den wir jetzt gemeinsam mit reingenommen haben, indem wir die Kategorie Historienwissen mit aufgenommen haben.

Markus Vüllers: Hm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Als Einstieg ist ganz oft der Aspekt der Arbeitsorganisation und ich würde auch sagen, gemeinsam mit Kategorie 2 Netzwerkwissen sind das die zwei größten Kategorien, die man am Anfang beleuchtet. Weil in dem ganzen Bereich Arbeitsorganisation versuchen wir das herauszufinden, was die Arbeit denn ausmacht. Was sind die Routinen, was sind die Termine, was sind die Tätigkeiten, also welche Softwares werden benutzt, welche Prozesse werden durchlaufen und so weiter. Und dann gleichzeitig auch mit wem gemeinsam, sowohl intern als auch extern. Das heißt, ganz großer Fokuspunkt liegt am Anfang erstmal wirklich auf diesen zwei Kategorien.

Markus Vüllers: Finde ich total spannend, weil mir gerade noch mal so ein Thema durch den Kopf Das ist mir tatsächlich in der Form auch noch gar nicht so bewusst gewesen, obwohl wir schon mehrfach über das Thema Wissenslandkarte gesprochen haben. Das, was du gerade eben eingangs geschildert hast, das ist eigentlich nur für den Wissensgebenden die Wissenslandkarte ist und für den Wissensnehmenden ist es eine Informationslandkarte ohne Erfahrung. Das war mir noch überhaupt nicht bewusst. Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Habe ich also heute auch schon wieder was gelernt.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Korrekt. ich dachte, das haben wir schon mal so gemacht, aber vielleicht war das auch nur in meinem Kopf so klar.

Markus Vüllers: Das haben wir schon. Ja, das war wahrscheinlich echt nur in deinem Kopf so klar. Für mich war das gerade noch mal wirklich so ein Aha-Erlebnis. Und was ich immer ganz wichtig finde, wenn ich jetzt so in der Lackwelt unterwegs bin, in Lackier- und Beschichtungsbetrieben, das, du gerade noch mal betont hast, dass man eigentlich mit der Arbeitsorganisation, mit Methodik und mit Netzwerkwissen anfängt, das, was die Leute eigentlich immer meinen, wenn die über Wissenstransfer sprechen. Die meinen immer, man redet nur über Fachwissen. Man redet nur über die fachlichen Themen, die für einen Lackier- und Beschichtungsbetrieb wichtig sind. Und das habe ich ja mittlerweile auch gelernt. Wenn man dann wirklich da die sich die sieben Kategorien anschaut, dann stellt man erst mal fest, ja, das Fachwissen ist mit Sicherheit in einem fachlichen Kontext wie einem Lackierbetrieb ein ganz wichtiger Anteil. Aber das ganze Fachwissen nutzt ja alles nichts.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: wenn man es nicht in den Kontext auch der anderen Kategorien bettet. Und das ist ja immer wieder auch der Punkt. Wir haben oft schon über die Möglichkeit gesprochen, die uns KI bietet. KI kann uns die Erfahrungen nicht abnehmen, die wir machen müssen. KI kann uns natürlich Fachinformationen liefern, auch in zunehmend höherer Qualität, aber Das ganze Thema strukturiert und individuell auf einzelne Menschen bezogen, das liefert eine KI nicht. Und wenn man dann jetzt wirklich mit diesen ersten beiden Kategorien startet, Arbeitsorganisation und Netzwerkwissen, dann hat man schon ganz viel wirklich individuelles Know-how auf der Wissenslandkarte zusammengefasst. Dann kommt ja zwangsläufig das Fachwissen, über das man redet, was ja immer wieder so zwischendrin auch damit zukommt. Und dann haben wir ja im Prinzip schon

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hm.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: Kategorien besprochen und wenn dann die vierte dazu kommt und man über konkrete Projekte spricht und die Wissenskategorie Projektwissen dazu nimmt und dann aus dem Erfahrungsschatz eines Wissensgebers die Dinge extrahiert, die er im Laufe eines Arbeitslebens, Berufslebens in Form von Projekten umgesetzt hat, dann ist das die vierte Kategorie, natürlich dann auch ganz viel Input liefert, Tiefgang mitbringt, wo dann halt eben zumindest mal die Informationen dastehen und der Wissensnehmer dann wieder seine eigenen Erfahrungen dazu bringen kann oder selber machen muss.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mmh. Genau, damit hast du jetzt ja schon zwei weitere Kategorien gut abgedeckt, nämlich das Fachwissen und das Projektwissen. Historienwissen habe ich am Anfang angesprochen, eigentlich nur noch zwei. Ich fange mal mit der Unternehmenskultur an. Das heißt, das Wissen darüber, wie der Laden eigentlich läuft und was denn so die geschriebenen Gesetze sind und was denn so die gelebten Gesetze sind. Und dann auch noch den Aspekt des Führungswissens. vor allen Dingen natürlich relevant, wenn eine Führungskraft ausscheidet oder eine Führungskraft eine Wissenslandkarte anlegt. Kann man aber genauso schön auch nutzen mit dem Hintergedanken, wie werde ich eigentlich geführt, daraus dann zu sehen, so passt es denn hier. Wir haben ja schon oft gesagt, da eigentlich die Wissenslandkarte als Tool zu nutzen für den Ausstieg ist der letztmögliche Zeitpunkt. Viel besser wäre es ja schon viel weiter vorne anzufangen. Das heißt, gerade aus diesem Aspekt, wie werde ich geführt oder Unternehmenskultur, könnte man dann ja auch in schon größeren Betrieben, die jetzt eine eigene HR-Abteilung zum Beispiel haben, daraus Schlüsse ziehen, passt das hier mit der Führung, passt das hier mit der Unternehmenskultur, wo sind vielleicht Aspekte, wo wir nochmal ganzheitlich drauf schauen sollten und so weiter. Ich bin jetzt schon ein bisschen weitergegangen, wofür man die Wissenslandkarte dann noch nutzen kann. Aber ich finde das auch immer noch eine ganz schöne Sache, die man mal im Hinterkopf behalten kann, dass es nicht nur das Tool zum Ausstieg ist, sondern man viel eher damit anfangen könnte.

Markus Vüllers: Was ich immer so faszinierend finde, ich habe ja jetzt auch schon das Vergnügen gehabt an der Entstehung einiger Wissenslandkarten teilzuhaben, es ist faszinierend, sich diese Wissenslandkarte, wenn sich dieses Mindmap so im Laufe der Diskussionen füllt. Und das fängt ja, das war auch so meine erste Erkenntnis, ich habe das ja schon mal gesagt, mein erstes Erlebnis war ja, als wir beide gemeinsam in Hannover waren und du dann

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: mal so kurz mich interviewt hast, mal zu zeigen, wie so eine Wissenslandkarte entsteht. Und das muss man sich ja wirklich vorstellen. Das ist jetzt ja nicht eine Kategorie nach der anderen, abgearbeitet wird, sondern das ist ja wirklich dann poppt hier mal was auf, dann geht es da mal ein bisschen in die Tiefe. Dann springt man zur nächsten Kategorie und dann wächst eigentlich völlig in homogen diese Wissenslandkarte im Laufe eines gesamten Workshops. Und wenn man dann Kandidaten hat,

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hm.

Markus Vüllers: die schon sehr viele Berufserfahrungen haben. Also ich sag jetzt mal den Klassiker, der dann irgendwann in Rente geht und der auf 45 Jahre, 50 Jahre Berufsleben zurückblickt.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Mhm.

Markus Vüllers: dann merkt man erst mal, dass dieses Historienwissen an vielen Stellen nicht jetzt unbedingt transferrelevant ist, aber wichtig ist, das mal zu dokumentieren. Ich war jetzt vor einigen Wochen in einem Unternehmen, die sich jetzt auch mit dem Thema Wissenstransfer beschäftigen wollen. Und da kam dieses Thema auf. ging es, es war ein Anlagenhersteller, der also wirklich über die letzten 50, 60 Jahre Produkte entwickelt und an den Markt gebracht hat. Und gerade in solchen Unternehmen, und das sind gerade in der Lackier- und Beschichtungsbranche momentan viele Betriebe, die 50-jähriges, 100-jähriges Jubiläum feiern, da macht das schon Sinn, die Historie mal mit aufzureißen und mal zu sagen, woher kommen wir eigentlich? Wir haben ja nicht immer schon Lackieranlagen gebaut, sondern wir haben vielleicht irgendwann mal Futtermitteltröge für die Landwirtschaft oder dann irgendwann mal Staubabsaugungsanlagen irgendwo im Handwerk gebaut. Und heute bauen wir hochkomplexe Industrielackieranlagen. Und da macht ja dieses Historienwissen nochmal ganz besonders viel Spaß, wenn jemand dabei ist, einen Großteil dieser Zeit live erlebt hat. Und da tauchen dann tatsächlich auch in der Wissenslandkarte Bubbles auf. die wichtig sind, wirklich mal aus Papier zu bringen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ich finde es auch schön, einfach Firmengeschichte am Leben zu halten und zu verstehen, wo kommen wir her, wo stehen wir jetzt?

Markus Vüllers: Ja, und das ist ja gerade so diese Historie, die dann viele Unternehmen so stillschweigend haben. Die bringen dann irgendwelche Festzeitschriften zum Jubiläum auf den Markt, veröffentlichen irgendwelche Bücher. An den Eingängen stehen dann die Büsten der Unternehmensgründer aus der Wirtschaftswunderzeit, 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Und das macht schon Sinn, auch die technische Fortentwicklung zu kennen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Hm.

Markus Vüllers: wenn man heute in so einer Lackieranlage arbeitet.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Auf jeden Fall. Ja, was uns irgendwie noch dahin führt. Jetzt haben wir übereinander geredet hier.

Markus Vüllers: Ja, sieben Kategorien?

Markus Vüllers: Ne ne, alles gut.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Ich dachte, das sollte nicht passieren. Genau, wir haben jetzt gesagt, wir arbeiten mit sieben Wissenskategorien und erstellen eine Wissenslandkarte, was ein tolles Tool sein kann, nicht nur für den Ausstieg, sondern vielleicht auch als Grundlage für den Einstieg. Wenn also neue dazukommen und es schon Wissenslandkarten gibt, ist das eine ganz tolle Orientierung im Rahmen der Einarbeitung. Und damit beschäftigen wir uns nächste Woche.

Markus Vüllers: Genau, wir haben tatsächlich die treuen Zuhörerinnen und Zuhörer, die erleben jetzt ja, dass wir so eine Serie produzieren, ohne dass wir die großartig vorbereitet haben. Das heißt, diese Themen bauen tatsächlich aufeinander auf und wir erleben das gerade auch in unseren Aufzeichnungen von den Podcasts, dass wir dann immer wieder über Themen stolpern, wo wir sagen, Mensch, die müssten wir nochmal vertiefen. Die haben wir vielleicht in den letzten Monaten nicht angesprochen. Und das Thema Einarbeitung, das ist eines der Themen, wo man dann die erzeugte Wissenslandkarte hervorragend nutzen kann. Und wenn dann natürlich der Wissensgeber den Wissensnehmer mit einarbeitet und dann dieses Werkzeug der Wissenslandkarte eine Grundlage darstellen kann, dann hat man natürlich hinterher auch im Tagesgeschäft die Dokumentation, hoffentlich, die man auch in Zukunft weiter nutzen kann. Das ist ja nicht nur ein einmaliges Tool, sondern ein Werkzeug, was man regelmäßig nutzen kann. Ja und da sprechen wir nächste Woche drüber.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Kanal.

Markus Vüllers: Schön, dass deine Stimme soweit gehalten hat. Nächste Woche wieder Vollpower. ja, bleibt uns nur noch zu sagen.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Find ich auch.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Abonniert die Glocke.

Markus Vüllers: Genau und liked und kommentiert und teilt den Podcast in eurem Bekanntenkreis. Wir hatten diesen Monat ziemlich coole Zahlen. Da sprechen wir vielleicht beim nächsten Mal drüber, wenn der März komplett abgeschlossen ist. Genau, wir freuen uns tatsächlich. Die heutige Folge kann auch dazu beitragen, dass wir die Zahlen noch mehr toppen. Deswegen sprechen wir da beim nächsten Mal drüber. Ja, in diesem Sinne schöne Woche, gute Zeit. Bis dahin. Ciao, ciao.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Wenn der Monat durch ist. Genau.

Elena Schüßler-Roggenhofer: Bis dahin, ciao ciao!

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