Vom Bergbilchbeutler zum Wissenstransfer in Lackierbetrieben

Shownotes

Das Wissensnavi für Lackierbetriebe

Der Podcast zum Thema Wissenstransfer und Wissensmanagement für industrielle Lackier- und Beschichtungsbetriebe.

Am Beispiel der Lackierbranche diskutieren Elena Schüßler-Roggenhofer und Markus Vüllers über das Wissen in den Unternehmen, welches bewahrt werden muss, auch wenn die Wissensträger das Unternehmen verlassen.

Elena, als Expertin für Wissenstransfer und Wissensmanagement und Markus, als Experte für Prozessoptimierung im Bereich industrieller Oberflächentechnik nehmen Euch mit auf die Reise durch die Welt des Wissens.

Anhand praktischer Beispiele werden typische Situationen in Lackier- und Beschichtungsbetrieben beleuchtet und Lösungswege für ein systematisches Wissensmanagement aufgezeigt.

Bringt Euch aktiv mit in die inhaltliche Gestaltung des Podcast ein, indem Ihr uns Eure Fragen und Themenvorschläge schickt.

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Schüßler-Roggenhofer Wissenstransfer

Elena Schüßler-Roggenhofer

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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen beim Wissensnavi für lackierbetriebe, eurem Podcast rund ums Thema-Wissenstransfer in der Lackier- und Beschichtungsbranche.

00:00:12: Wir sind Elena Schisler-Rogenhofer und Markus Füller's.

00:00:15: – jetzt geht es los mit der heutigen Folge!

00:00:37: Ich wollte gerade sagen, ich kann dir jetzt noch ein Foto zeigen.

00:00:40: Das wäre irgendwie richtig cool gewesen oder?

00:00:44: Ja also ich habe nämlich eine Doku geguckt über wildes Australien.

00:00:49: das war super schön sehr sehr informativ.

00:00:52: und da gab es nämlich den Bergwilchbeutler.

00:00:56: und du hast vollkommen recht Es ist eine Beutel säugerart Sieht aber ein bisschen aus wie ein Bilch und Bilche sind ja bekanntlich oder nicht bekanntlich.

00:01:08: Sieben Schläfer zum Beispiel, Haselmäuse- oder Gartenschläfer.

00:01:12: Und da ist es irgendwie aussieht wie so.

00:01:15: eine Mischung fand ich super süß weil der Bärgspiel ... Hat

00:01:18: dir so ne kleine hängende wackelige Nase?

00:01:21: So eine kleine Hänge, würde ich jetzt nicht sagen.

00:01:23: Einfach so ein Stupsnäschen und ganz viele lange Badhaare und so kleine Öhrchen.

00:01:30: also hat schon auch Ähnlichkeit mit einem Opossum in Winzig aber halt auch mit nem Siebenschläfer.

00:01:38: Und ja das war super niedlich.

00:01:43: Ich muss sagen, ich kann diese Doku empfehlen alleine für den Bergbeich Beutler oder wie wir ihn Familienintern jetzt nennen Triple B

00:01:50: Triple V. So, wie kriegen wir jetzt die Kurve zur Wissensperle?

00:01:57: Das war das schon da eine Wissenzperle.

00:02:00: Ach, das wäre schön, ne?

00:02:01: Ja, könnte ich auch so lassen.

00:02:02: Ich habe viel Wissen mir selber angeeignet über Naturdokos und sämtliche Tiere in Neuseeland und Australien.

00:02:13: Die Tierwelt ist faszinierend!

00:02:15: Du weißt, dass ich schon mal dort war in Australien...

00:02:18: Ja, das weiß ich schon.

00:02:19: Und die Tierwelt war schon sehr faszinierend.

00:02:23: Ja, oder auch die Hundertsebzig plus Arten schlangen von den sechsen Sechszig Prozent giftig sind.

00:02:31: Es

00:02:31: ist alles giftig.

00:02:32: Da wird da rumfliegt und sitzt.

00:02:34: Ich glaube der Berglichtbeutler

00:02:36: ist nicht giftig!

00:02:37: Von diesen grünen Giftfröschen hatten wir tatsächlich in einer unserer Hotels im In der Toilette sitzen haben den Deckel ganz schnell wieder zugemacht und dann musste erst irgendeinen australischer Kammerjäger kommen und diesen Froschstein fernen, weil das wäre auch gefährlich geworden.

00:02:55: Aber gut!

00:02:57: So ja weg von der Natur hin zur Wissensperle.

00:03:02: Ja zu deiner Wissendsperle.

00:03:03: dann jetzt ja offensichtlich?

00:03:06: Ich erzähle eine.

00:03:08: ich lese gerade ein sehr interessantes Buch.

00:03:10: was natürlich wieder über KI geht möchte ich heute aber nicht mehr darüber erzählen sondern ich spreche über exponentielles Wachstum.

00:03:21: Wann hast du das letzte Mal dir Gedanken über exponentielles Wachstum gemacht?

00:03:25: Tatsächlich in der Naturdoku.

00:03:30: Da gab es nämlich auch, aber ich kann mich jetzt nicht mehr genau erinnern.

00:03:33: Es war auf jeden Fall eine eingeschleppte europäische Art die halt Ozeanien reingeschleppt wurde und die haben sich dann auch exponentiell vermehrt, weil es keine Fressfeinde gab.

00:03:48: Jetzt weiß ich nicht mehr was das ist aber ich werde darüber nachszenieren.

00:03:51: Also

00:03:53: Kaninchen und Romedare waren in Australien das Thema und Löwenzahn Das ist auch eingeschlepp worden.

00:03:59: Es war auch nicht so richtig gut.

00:04:02: Ja also meine ersten Gedanken zum Thema exponentielle exponentielles Wachstum war natürlich die Pandemie, die Corona-Pandemie.

00:04:10: Und in diesem Fall ging es jetzt um die Entwicklungsgeschwindigkeit künstlicher Intelligenz.

00:04:15: Also ich habe jetzt auch ganz schlechtes Gewissen mehr wenn ich immer mit irgendeinem KI-Thema um die Ecke komme.

00:04:20: Triggert mich halt momentan aber das Beispiel wie exponentielle Wachstone im Buch beschrieben wurde.

00:04:29: Das tricke ich dann beim nächsten Mal irgendwie, wie das Buch heißt und wer es geschrieben hat.

00:04:33: Das Beispiel beschreibt lineares Wachstum von Technologie oder lineare Fortentwicklung von Technologien, wie wir das in den letzten weiß ich nicht zweitausend Jahren erlebt haben im Vergleich zu exponentieller Geschwindigkeit bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz.

00:04:53: Und macht das an einem Beispiel.

00:04:54: und dieses Beispiel hat mich echt total getriggert, ne?

00:04:56: Das ist noch so banal aber es hat mich getriggert.

00:04:59: Wenn man linear... ...dreißig Schritte nach vorne geht... ...und mal davon ausgeht, dass ein Schritt so einen Meter lang ist,... ...dann ist man dreißig Meter weiter.

00:05:08: Und wenn man im Garten steht dann weiß man okay, man ist jetzt am Gartenzauen angekommen,... ...hat dreißzig Schritte linear gemacht.

00:05:15: Das war die Entwicklungsgeschwindigkeit symbolisch in der Vergangenheit mit

00:05:19: Technologie.".

00:05:21: Wenn man jetzt exponentiell dreißig Schritte nach vorne geht, jeweils ein Meter lang sind.

00:05:31: Dann kommt da eine Entfernung raus die ziemlich groß ist.

00:05:38: Nämlich siebenzwanzig mal um die Erde.

00:05:41: Der Umfang der Erde sind vierzigtausend Kilometer und das heißt wenn man dreizig Schritte exponentiell geht dann sieht man dort nicht mehr ne?

00:05:49: Dann kann man das nicht mehr absehen.

00:05:52: Und dieses Beispiel, ich finde ja diese großen Zahlen können Menschen sowieso nicht so gut mit umgehen.

00:05:56: Die kann man sich immer schlecht vorstellen.

00:05:57: Dieses Beispiel das war meine Wissensperle der Woche.

00:06:00: Das werde ich nie wieder vergessen.

00:06:02: Dreißig Schritte linear sind dreißig Meter und dreißige Meterschritte exponentiell ist siebenzwanzig Mal um den Globus.

00:06:12: Ich habe das tatsächlich nachgerechnet.

00:06:14: Das stimmt ne?

00:06:16: Ja dass es enorm... Also ich hab auch mal ein Video gesehen da hat Eine Mutter mit ihrem Sohn, wenn ich dir exponentiell quasi jeden Tag einen Cent gebe.

00:06:27: Und ich weiß nicht mehr genau was die These dahinter war.

00:06:29: aber er sollte dann sagen ob es besser wäre eine Million Dollar zu bekommen oder ob es mehr wäre wenn das halt dann wächst über einen Zeitraum X. und er hatte von sich aus schon gesagt dass wäre besser jeden tag dann das exponentielle Wachstum von dem Cent zu bekommen.

00:06:47: Ich muss das mal raus suchen, dass viel mehr jetzt gerade auch dabei ein.

00:06:51: Aber es geht ja in dieselbe Richtung... Das gleiche

00:06:54: Thema!

00:06:55: Und das sind unvorstellbare Zahlen und unvorstellungbare Dimensionen die man sich dann wirklich nicht vorstellen kann.

00:07:02: In dem Zuge ging es halt einfach um die Entwicklungsgeschwindigkeit von Sprachmodellen, von künstlicher Intelligenz damit dann mit der Erklärung warum das ganze Thema überhaupt nicht absehbar ist, wo wir vielleicht in zwei oder fünf Jahren stehen.

00:07:20: Weil man gar nicht nach vorne gucken kann.

00:07:24: Ja das war dann so meine Wissensberle

00:07:28: Ja spannend, witzig.

00:07:30: Dazu fällt mir tatsächlich jetzt noch was ein.

00:07:33: Ich hatte einen Seminar an dem ich teilgenommen habe und da war auch ein Impulsvortrag.

00:07:40: bei dem ging es auch um die Schnelllebigkeit von technologischen Entwicklungen beziehungsweise die Reichweite dahinter.

00:07:52: Ich möchte nichts Falsches sagen, aber es ging darum wie viele Tage hat es jeweils?

00:07:57: oder Tage Jahre Monate.

00:07:58: Hat das gedauert bis ein Anbieter auf eine Million Nutzende gekommen ist?

00:08:04: zum Beispiel bei Netflix meine ich mich zu erinnern war dass über zehn jahre bei netflix vorhanden DVD Auslei Firma war.

00:08:15: Und er endete dann auch damit mit OpenAI und ChatGPT, wie viel Zeit es gedauert hat um auf eine Million Nutzende zu kommen und das waren halt Tage.

00:08:28: Das ist wirklich enorm!

00:08:30: Auch das finde ich echt etwas was man sich so ganz schwer immer nur vorstellen kann...

00:08:38: Ja, aber es macht immer mal Sinn, innezuhalten.

00:08:41: Wenn man solche Beispiele hat... Ich merke mir die immer ganz gerne!

00:08:43: Ich habe noch eins, das werde ich irgendwann auch nochmal erzählen über Caesars Atem.

00:08:48: Das war auch so ein typisches Beispiel.

00:08:49: Das hab' ich aus dem Podcast methodisch inkorrekt.

00:08:52: Aber das werd' ich dann beim nächsten oder übernächsten Mal erzählens.

00:08:56: Auch ein ganz spannendes Thema.

00:08:57: Naja cool.

00:08:59: Ja worüber haben wir den letzten Woche gesprochen?

00:09:01: Wir haben über den Knowledge Quick Scan gesprochen um jetzt mal wieder ein bisschen hin zum Thema Wissen zu kommen, weg von der Intelligenz hin zum Wissen.

00:09:12: Und trotzdem geht das eine oder ohne das andere eigentlich

00:09:14: nicht?

00:09:15: Genau!

00:09:15: Nee wir haben über den Knowledge-Quickscan beziehungsweise die adaptierte Version davon für Lucky und Beschichtungsbetriebe gesprochen.

00:09:22: und welchem Mehrwert das Ganze dann auch bringen kann sich dem ganzen Thema Wissenstransfer, Wissenzmanagement mal über so ne Istaufnahme zu machen.

00:09:32: Mhm

00:09:33: Wer wird das bringt?

00:09:34: ja genau

00:09:35: Ja, ich fand eine spannende Folge lohnt sich auf jeden Fall da reinzuhören.

00:09:40: Ist auch ein spannendes Werkzeug was sich wirklich für viele Unternehmen als doch sehr horizontal erweitert darstellt.

00:09:52: und davon ausgehend hatte ich eine Idee für den heutigen Podcast.

00:09:56: Du machst quasi Knowledge Quick Scan mit mir aber in Form von einem Quiz.

00:10:02: Ja, Quiz ist vielleicht sogar gar nicht mal so der richtige Ausdruck.

00:10:06: Ich habe dir das ja kurz als Sprachnachricht geschickt, dass ich einen Quiz mit ihr mache und in Wirklichkeit stelle ich dir zehn Fragen zur industriellen Lackiertechnik und du musst die Brücke bauen zum Wissenstransfer.

00:10:19: Und da du ja mittlerweile schon fast zwei Jahre in dem ganzen Thema unterwegs bist?

00:10:23: Du schon mit einer VR-Brille lackiert hast Du schon im Labor gestanden hast und eine Säure-Base-Titration durchgeführt hast.

00:10:34: Bist du natürlich in der Lackierbranche komplett zu Hause, ne?

00:10:38: Kann das nur gut werden!

00:10:39: Klar.

00:10:40: und außerdem ist der Podcast ja das Wissensnavi für Lackierebetriebe also von daher funktioniert das.

00:10:46: Wir können hier mal zum Einstieg mit einer ersten Frage beginnen.

00:10:50: Ja ich schlag auch vor dadurch dass wir jetzt auch viel Einleitung hatten Wir teilen das Ganze.

00:10:56: Wir machen jetzt heute die ersten fünf Fragen.

00:10:59: Und nächste Woche machen wir dann die letzten fünf Fragen und enden einfach mit einem anderen Outro, was hältst du davon?

00:11:05: Das ist eine sehr gute Idee!

00:11:07: Weil ich glaube auch dass die Fragen durchaus verdient haben ausführlich beantwortet zu werden.

00:11:14: Okay noch eine Rückfrage nur um zu gucken ob die Informationen auch bei mir jetzt komplett vorhanden sind.

00:11:21: Ich beantworte, gehen wir dann aber auch in ein Gespräch darüber?

00:11:25: Oder ist das Monolog jetzt hier den Rest der Folge stattfindet.

00:11:30: Nee ich stelle dir die Frage und dann können wir durchaus nach den Fragen auch in einen Gespräch übergehen.

00:11:36: Das wirst du gleich bei der ersten Frage sehen.

00:11:38: da bietet sich das tatsächlich schon mal an.

00:11:41: Ach, ich bin schon ganz gespannt!

00:11:45: Die Frage lautet... Wie es in Lackierbetrieben häufig vorkommt.

00:11:52: Stehen Vorgaben wie Spritzdruck, Mischungsverhältnis, Trocknungszeiten?

00:11:57: Warum reicht reines Nachlesen in diesem technischen Datenblatt niemals aus um echte Qualität hinten aus dem Lackiersprozess rauszuholen?

00:12:09: Ja das ist eine ganz tolle Einstiegsfrage weil das ja genau der Unterschied zwischen Dateninformation und Wissen ist über dass wir immer sprechen.

00:12:18: Das heißt, ich kann aus einem technischen Datenblatt wie der Name schon sagt natürlich Daten ablesen.

00:12:23: Wenn man die ganze dann auch noch das Ganze auch ein bisschen in den Kontext einbettet indem es da platziert ist d.h.

00:12:32: Schichtdicke vorgegebene zum Beispiel Dann habe ich ja nicht nur eine Zahl dahinter sondern Ich hab' auch noch einen Anhaltspunkt.

00:12:42: Das sind dann keine Äpfel und Birnen, sondern das ist eine Schichtdicke.

00:12:46: Ich habe ganz viele Informationen auf diesem Blatt aber es ist kein Wissen weil dem Ganzen der Erfahrungskontext fehlt.

00:12:56: also ich hab eigentlich nicht beantwortet was mache ich jetzt mit diesen Informationen?

00:13:01: Und wie wende ich diese ganzen Informationen dann auch an so dass ich zum Beispiel wir hatten mal darüber gesprochen.

00:13:14: Wie heißt das nochmal?

00:13:16: Ist es der Läufer, dass es nicht anfängt zu laufen zum Beispiel, dass sich das verhindern kann.

00:13:24: Das weiß ich ja noch nicht nur weil ich ein paar Zahlen auf einem Blatt lese.

00:13:31: Ja kommt gleich noch eine Frage die geht nochmal in ähnliche Richtung aber das ist eigentlich genau der Hintergrund.

00:13:37: Es reicht aber auch nicht aus diese Informationen aus dem technischen Datenblatt jetzt in eine KI zu schütten, dann kommt trotzdem noch keine Qualität hinten raus.

00:13:48: Wahrscheinlich nicht.

00:13:50: Also außer wir haben den Fall das es schon mal andere Informationen gab oder dass Videos zum Beispiel eingespeist worden sind wie das Ganze dann in der Anwendung aussieht, dann kommen vielleicht ja auch sogar richtige Anleitungen dabei raus.

00:14:06: Gehen wir davon aus, dass das noch nicht passiert ist?

00:14:09: Würde ich sagen ne.

00:14:10: Das kann ich natürlich da nutzen aber hilft mir dann in der Umsetzung und das ist ja das was wir als Menschen auch tun nämlich die Anwendung hilft es mir noch rechtlich wenig.

00:14:23: Ich gehe mal weiter zur zweiten Frage.

00:14:25: also die bauen nicht aufeinander auf.

00:14:26: Das ist immer ein komplett unterschiedlicher Kontext.

00:14:30: Die Frage lautet... steht in der Regel jahrelang fest.

00:14:40: Warum geraten viele Lackierbetriebe dennoch erst wenige Monate vor dem Ausstieg ihrer Experten in Hektik?

00:14:49: Ich glaube, das ist sehr multifaktoriell.

00:14:51: also auf der einen Seite spielt wahrscheinlich immer eine Rolle dass manche das einfach gar nicht am Schirm haben und da ist es wirklich so dass quasi morgen die Rente beginnt da einfach keine Planung reingeflossen ist.

00:15:04: Ich glaube, das ist ein großer Punkt.

00:15:06: Ein weiterer Punkt kann natürlich auch sein, dass vielleicht auch erst mal davon ausgegangen wird, dass die Person auch noch ein bisschen weiterarbeitet und weiter beschäftigt wird und dann deswegen auch noch verfügbar ist.

00:15:22: Dann kommt natürlich schon auch ein bisschen Hektik auf weil sie ist dann ja vermutlich nicht mehr zum Beispiel in Vollzeit da Aber man kann ja dann alles noch klären.

00:15:35: Ich denke, aber das spricht jetzt nicht nur für die Laki- und Beschichtungsindustrie sondern auch für sämtliche Organisationen.

00:15:42: Dass wirklich das Hauptthema ist es wird sich keine Gedanken darüber gemacht dass ein strukturierter Wissenstranzwehr stattfinden sollte.

00:15:51: Es fehlt einfach an Wissen darüber dass das Ganze relevant ist, dass man das überhaupt strukturiert angehen kann.

00:15:58: Ich denke viele wissen es leider auch immer noch nicht und was man nicht weiß, kann man schlecht umsetzen.

00:16:04: Und dann wird es natürlich hektisch weil die Person, die ihr Wissen noch geben soll wenn sie da nur die Aufgabe bekommt zu... aufzuschreiben, mal eben was sie noch weiß und dann soll sie gehen.

00:16:17: Dann steht die ja einfach wie vor einer Wand weil das Problem liegt ja meistens darin.

00:16:22: Sie weiß gar nicht was sie weiß und da muss erst einmal hinkommen Und ich denke Das ist für egal welche Industrie oder in welchem Gebiet wir uns befinden dass Hauptthema es fehlt Einfach an Bewusstsein dafür dass man handeln kann.

00:16:42: Ich finde, das ist eine ganz wichtige Aussage die du ja nun auch jemand als jemand der nicht nur in der Lackier- und Beschichtungswelt unterwegs ist.

00:16:50: Schon häufig auch angesprochen hast dass das wirklich ein Thema ist was über Industriegrenzen in Verwaltungen im Behörden in alle Organisationsformen identisch zu einzuschätzen ist.

00:17:03: Und gleichzeitig muss ich auch fairerweise sagen, wenn ich jetzt vergleiche zwischen zum Beispiel zwanzig einundzwanzig und heute das Bewusstsein ist schon viel mehr da.

00:17:13: Während vor fünf Jahren großteil meiner Arbeit einfach Aufklärungsarbeit war zu sagen hey es gibt Wissenstransfer man kann das ganze strukturiert angehen Es ist jetzt mehr und mehr so, dass Unternehmen einfach auf unsere oder meine Dienstleistung zukommen.

00:17:31: Und sagen wir wissen das wir das brauchen bist du die geeignete Person?

00:17:36: und das ist natürlich dann ja auch super!

00:17:38: willkürlich kann ich natürlich die geeignete Person sein, genauso gut kann das jemand anderes sein der das Identische macht.

00:17:46: Letztlich ist Wissenstransfer ja immer eine sehr menschenbesorgende Tätigkeit so wie wir zumindest das im Verständnis haben und da muss er auch einfach die Nase passen.

00:17:55: also von daher Der Teich ist groß in dem man fischen kann

00:18:02: Und es sind viele Fische drin im teich und

00:18:04: es sind noch viele Fische drin im Teich.

00:18:06: Das ist wohl so Aber ich denke schon, dass es mit den Jahren deutlich zugenommen hat am Wissen darüber das es gibt und man das auch in Anspruch nehmen sollte.

00:18:23: Weil einfach nicht genug Fachkräfte nachkommen.

00:18:27: Das passt gut.

00:18:28: zur nächsten Frage!

00:18:32: Die Lackierbranche kämpft mit Nachwuchssorgen wie viele andere Unternehmen auch?

00:18:38: Deshalb immer mehr ungelernte Quereinsteiger in die Betriebe kommen.

00:18:43: Wie beschleunigt strukturierter Wissenstransfer das Onboarding von neuen Mitarbeitenden?

00:18:51: Letztlich denke ich, ist das Ganze wie ein Kreislauf zu sehen.

00:18:55: Wenn ich mit einer Person, die ausscheidet – wir nehmen jetzt einfach den Fall -, dass Wissen im Vorfeld strukturiert und nachhaltig dokumentiere Das heißt, wir gehen möglichst nicht davon aus dass Wissen von A nach B transferiert wird.

00:19:13: Also wie in persönliche Übergabegespräche gehen Nicht nur ein Mentoring stattfindet oder einen Lerntandem oder so Sondern das wir wirklich schauen Wie können wir da eine digitalisierte Nachhaltigkeit reinbringen?

00:19:27: In Form von Videos, in Form von Checklisten, in form von Audio Dateien also sämtliche Dinge die auf jeden Fall nachhaltig abgelegt werden können, sodass daraus wiederum Materialien entstehen die der Person die da neu anfängt oder einsteigt zur Verfügung stehen und wie sie sich angucken kann.

00:19:52: Das heißt wir haben eine Basis geschaffen auf der man einfach aufbauen kann wo wir ein Lernumfeld schaffen, wo Asynchronen gelernt werden kann.

00:20:03: Das heißt ich brauche für manche Dinge einfach keine eins zu eins Betreuung sondern kann auch anstelle von einer Person die es vor macht einen Video zeigen und dann nachmachen lassen.

00:20:14: das heißt nicht dass da nicht eine Person zur Verfügung gestellt werden sollte Die natürlich mit dabei ist.

00:20:20: dass soziale Interagieren und auch von anderen Menschen und von abgucken lernen soll dadurch nicht weggemacht werden, aber es kann natürlich eine Basis schaffen auf der du dann im nächsten Schritt einfach schon tiefer einsteigen kannst.

00:20:34: Du hast selbst Lernmaterialien mit denen die Quereinsteigenden oder die ungelehrten Neuangelernten anfangen können und wenn sie sich das schon zu eigen gemacht haben diese Dinge selber auch mal angewandt haben, dann kann eine erfahrene mitarbeitende Person einfach anders drauf schauen tiefer schon mit ihr weitermachen.

00:20:57: Und ich denke, das verkürzt nicht nur die Einarbeitungszeit sondern es gibt natürlich auch eine gute Sicherheit weil wenn ich mal was nicht verstanden habe kann ich mir Dinge ja auch nochmal wieder angucken und dass immer dann wenn ich es brauche und nicht dann wenn die Personen die eine jetzt vielleicht noch da ist um es mir zu zeigen verfügbar ist.

00:21:18: Das ist das klassische Beispiel von einem Zyklus.

00:21:21: Wenn jemand ausscheidet, dann transferieren wir das und dokumentieren das.

00:21:26: Das Ganze sollte man natürlich irgendwie global denken.

00:21:28: Es geht jetzt ja für alles also sämtliche Personen die transferrelevantes Wissen in sich tragen wäre es natürlich das Optimale dass sie ihr wissen nachhaltig dokumentieren damit neue Mitarbeitende immer auch darauf zugreifen können.

00:21:44: was dann passieren muss ist einfach dass ein kleiner Wandel im Kopf stattfinden muss.

00:21:49: Weil wir sind es, ich denke du und ich denke auch noch so wie ich gelernt habe gewöhnt das die erste Anlaufstelle um etwas nachzufragen war immer der Griff zum höherer und einmal nachzufragend.

00:22:03: Und da muss einfach ... das Umdenken stattfinden.

00:22:06: Bevor ich dann schon mal frage, kann ich ja gucken... ... gibt es da schon in dokumentierter Fassung?

00:22:13: Kann ich mir das dann so schon mal aneignen?

00:22:15: und wenn ich dann noch Fragen habe,... ... dann greife ich zum Hörer oder gehe ich in Person hin oder schreibe eine Mail oder oder oder.

00:22:23: Ein Thema ist mir gerade nochmal bewusst geworden was man eigentlich auch nochmal unterstreichen sollte.

00:22:31: Oder das Benefit von strukturiertem Wissenstransfer und der Dokumentation ist nicht nur eine eins-zu-eins Vernetzung von einem Wissensgeber zu einem neuen Wissenschaftsnehmer, sondern dann wirklich auch eine nachhaltige Dokumentation des Wissends im Unternehmen.

00:22:48: Und man profitiert halt dauerhaft von der Arbeit die man investiert hat in dem konkreten Wissenstransferfall.

00:22:59: Ich schlage vor wir machen noch eine Frage.

00:23:02: Haben wir dann vier?

00:23:03: Dann haben wir vier und Kommen wir beim nächsten Mal schneller auf den Punkt.

00:23:10: Die passt eigentlich auch relativ gut zu der vorherigen.

00:23:14: Was passiert in einem Lackierbetrieb, wenn Schlüsselpersonen für die Vorbehandlung oder die Lackieranlagensteuerung schlagartig durch Erkrankungen, Kündigung und Streit ausfallen?

00:23:29: Ja dann kommt es im schlechtesten Fall zum Stopp der Produktion.

00:23:37: Das ist

00:23:37: teuer!

00:23:39: Genau.

00:23:39: Ist teuer und ist völlige Hektik, egal was man macht ob man sich Unterstützung von außen holt aber im schlimmsten Fall ist es wirklich der Stillstand oder die Produktion von Schrott.

00:23:51: Also wirklich Nacharbeit produzieren

00:23:54: Kundenverlust

00:23:55: und allem was da so entstehen kann.

00:23:57: Außer das Unternehmen hat vorgesorgt und es gibt nicht nur die eine Schlüsselpersonen, die über das notwendige Wissen verfügt.

00:24:04: Sondern es gibt vielleicht auch noch andere Personen, die Teilaspekte dieser Person auch schon innehaben, weil es zum Beispiel Urlaubsvertretungsregelungen gibt oder Krankheitsvertretung regeln.

00:24:15: Und wenn das so ist dann kommt das natürlich nicht zum Stopp- oder stillstand- oder zu schlechten Outcome sondern kann es ganz normal weiter laufen.

00:24:27: sollte im besten Fall im Vorfeld irgendeine Art des Wissenstransfers, auch wenn es dann vielleicht dem Unternehmen nicht so genannt wird schon stattgefunden

00:24:35: haben.

00:24:38: Ja!

00:24:39: Dann machen wir nach vier Fragen stoppen und machen beim nächsten Mal weiter gleich für die nächste Woche.

00:24:44: Die nächsten Fragen sind noch ein paar ganz knackige dabei.

00:24:48: Und ja... Wenn's euch gefallen hat, dann werdet ihr auf jeden Fall beim nächsten mal wieder zuhören weil da geht's mit Frage sechs weiter.

00:24:57: Alles klar, bis dahin bleibt uns nur noch zu sagen.

00:24:59: Abonniert die Glocke und bis zum nächsten

00:25:02: Mal!

00:25:03: Bis zum nächsten mal, tschau-tschau!

00:25:10: Ja das war's für heute mit dem Wissensnavi für lackierbetriebe euren Podcast rund um den Wissenstransfer in der Lackie und Beschichtungsbranche.

00:25:19: Wir hoffen euch hat die Folge gefallen und ihr konntet neue Ideen und Impulse für eurem Betrieb mitnehmen.

00:25:25: Wenn ihr Fragen, Feedback oder Themenwünsche habt, kontaktiert uns gerne zum Beispiel über LinkedIn.

00:25:30: Unsere Kontaktarten dazu findet ihr in den Show notes.

00:25:34: Bis zum nächsten Mal und denkt daran Wissen teilen ist Macht!

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